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Finkbeiners wollen Bahnhof retten

Uffing - Die Pähler Familie Finkbeiner, bekannt für ihren Bäume pflanzenden Sohn Felix, hat den Uffinger Bahnhof gekauft. Mit den Bürgern will sie einen Erlebnisort daraus machen.

Die Finkbeiners aus Pähl haben inzwischen einen gewissen Bekanntheitsgrad. Der Name ist mit der gemeinnützigen Kinder-Stiftung „Plant for the planet foundation“ verbunden. Felix Finkbeiner, damals neun Jahre alt, startete 2007 die Initiative. Diese will erreichen, dass in jedem Land der Erde eine Million Bäume gepflanzt werden. Heute ist Felix 15 Jahre alt und auf der ganzen Welt unterwegs. Eifrig unterstützt wird er dabei von seinem Vater Fritjof Finkbeiner - er ist zugleich Vorstandsmitglied der Stiftung, die ihren Sitz in Uffing hat.

Die Finkbeiners haben den Uffinger Bahnhof gekauft. Mit der „Bürgerbahnhof Oberland GmbH“, die bereits den Zughalt Murnau sanierte, und den Uffingern wollen die Finkbeiners das Gebäude auf Vordermann bringen. Um konstruktive Ideen und Vorschläge wird gebeten.

„Wir wollen die Bürger und die Gemeinde einbeziehen“, betont Fritjof Finkbeiner (50), Kaufmann, selbstständiger Unternehmer und stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. „Wir sind komplett offen. Wir wollen uns nicht anmaßen zu wissen, was Uffing möchte.“

Ein genaues Konzept gibt es zwar noch nicht. Doch der größte Teil des Erdgeschosses soll für die Bürger reserviert sein. Der südliche Teil, der ehemalige Schalterraum und der Stellwerksraum sollen den Wartebereich bilden - „in der Art einer für alle offenen DB-Lounge mit Butterbrezen, belegten Semmeln und Kaffee zu je ein Euro“. So steht es auf der bereits geschaltenen Homepage („buerger bahnhof-uffing.de“). Die alten Stellwerkshebel will man durch Plexiglas schützen und der Öffentlichkeit zeigen. „Wartezeiten sollen so angenehm werden, dass man sich wünscht, der Zug möge Verspätung haben“, heißt es.

In die beiden Obergeschosse soll die Stiftung von "Plant for the Planet" einziehen. Diese wird dann, so der Plan, von dort und vom bestehenden Tutzinger Büro aus ihre weltweiten Aktivitäten koordinieren. Nach der Sanierung und sobald keine Risiken mehr bestehen, soll die Stiftung juristische Eigentümerin des Bahnhofs werden.

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