Protestplakat vor der Zufahrt zum Penzberger Krankenhaus. Foto: wos

Förderverein ruft zu Krankenhaus-Demo in Penzberg auf

Penzberg - Der Krankenhaus-Förderverein ruft zur Demonstration auf, und zwar am Tag der Kreistagssitzung, in der über die Zukunft des Penzberger Krankenhauses entschieden werden soll.

Es gelte, die Kreisräte von der Notwendigkeit des Fortbestandes des Penzberger Krankenhauses als Haus der Grundversorgung mit internistischem und chirurgischen Bereich zu überzeugen, erklärte Vorsitzende Berta Senger am Freitag. Der Förderverein ruft deshalb für kommenden Freitag von 8 bis 10 Uhr zur Demonstration vor der Penzberger Stadthalle auf. Dort beginnt an diesem Tag um 9 Uhr die entscheidende Kreistagssitzung. Der Penzberger Bürgermeister Hans Mummert will den Antrag stellen, dass über das Krankenhaus gleich am Anfang gesprochen wird. Im Moment ist es noch der letzte Punkt auf einer langen Tagesordnung. Den Kreisräten werden mindestens zwei Anträge vorliegen: zum einen die Empfehlung des Aufsichtsrates, das Penzberger Krankenhaus an die Klinikgruppe Enzensberg zu übertragen, zum anderen ein Antrag von Bürgermeister Mummert. Er will, dass ein runder Tisch ins Leben gerufen wird, der alle Optionen prüft, vom Angebot des Unternehmens Artemed bis zu einem Verbleib unter dem GmbH-Dach. Ihm zufolge brauche es Zeit, ein Konzept zu entwickeln, das Chirurgie, Innere Abteilung und eine weitere Spezialisierung vorsieht.

Der Betriebsrat des Penzberger Krankenhauses äußerte sich am Freitag zu der Bürgerversammlung. Man wolle sich für die Unterstützung und Solidarität der Penzberger Bürger und des Fördervereins bedanken, hieß es. Der Betriebsrat hat zudem alle Kreisräte in einem Schreiben aufgefordert, sich am 17. Juli gegen eine Übergabe an die Enzensberg-Gruppe zu entscheiden. Der Betriebsrat schließt sich vielmehr dem Antrag von Bürgermeister Mummert an, einen runden Tisch mit allen Betroffenen einzurichten, ein eigenes Konzept zu entwickeln beziehungsweise alle Optionen zu prüfen. Außerdem sprach sich der Betriebsrat am Freitag gegen den Vorschlag aus, den Punkt ganz von der Tagesordnung zu nehmen, weil dadurch ein monatelanges Vakuum entstünde.

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