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Gefangen im Silo war der Fuchs in Holzleithen. Werner Schubert und Manfred Deschler befreiten ihn.

Dramatische Rettungsaktion

Fuchs aus Hochsilo befreit

Böbing/Holzleithen - Große Aufregung herrschte am Samstag auf dem Bauernhof von Richard Deschler in Holzleithen/Böbing. Grund: Ein Fuchs war im fünf Meter hohen Silo gefangen.

 Deschlers wussten nicht, wie sie das offensichtlich gesunde Tier aus dem Silo befreien könnten.

Sie baten den Jäger und Naturschutzwart Werner Schubert vorbeizukommen, um den Fuchs aus seiner misslichen Lage zu befreien. Schubert zögerte nicht und fuhr – sicherheitshalber mit Gewehr ( sollte der Fuchs verletzt oder krank sein) – zum Silo.

Dort angekommen, erwarteten ihn bereits einige Holzleithener Bürger. „Der Fuchs war wohl auf die Betonbrüstung gesprungen, um von dort über den Zaun in das angrenzende Hühnergehege zu kommen. Dabei ist er vermutlich abgerutscht und in das Hochsilo gestürzt“, meint Schubert.

Nun mussten die Helfer erfinderisch sein: Es wurden einige Bretter mit einer Länge von sechs Metern zusammenenagelt, mit Katzenfutter belegt und in das Silo gestellt – in der Hoffnung, der Fuchs klettert über das Brett in die Freiheit. „Doch vermutlich war er schon zu schwach, um diese Hilfe anzunehmen“, so Schubert.

Nach zwei Stunden lag der Fuchs immer noch schlafend im Silo. Da blieb nur noch die Möglichkeit, ins Silo hinabzusteigen. Mit einem Käscher und einem Sack stiegen Manfred Deschler und Werner Schubert zu dem Tier hinab. „In wenigen Minuten hatten wir den schwachen, jedoch gesunden Fuchs mit dem Käscher eingefangen, in den Sack gesteckt, zugebunden und über die Leiter nach oben transportiert“, sagt Schubert.

Oben angekommen, wurde der Fuchs in der nahe gelegenen Wiese aus dem Sack befreit. Wie Schubert berichtet, sprang dieser sofort in den nahen Wald. Der Jäger hofft, dass der Fuchs aus dem Vorfall gelernt hat und in Zukunft Hühnerställe in der Nähe von Hochsilos in Ruhe lässt.

 ws

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