Ralf Maehliss ist drei Monate lang auf der „Gorch Fock“ gesegelt.

„Es gibt stets Leute, die aus der Reihe fallen“

Weilheim - Ralf Maehliss (69) war Offiziersanwärter auf der „Gorch Fock“. Im Interview mit Sabine Krolitzki erzählt er, wie es an Bord zugeht.

Weilheim - Angebliche Mißbrauchsfälle, ungeklärte Todesursachen und sexuelle Nötigung - das Segelschulschiff der Marine „Gorch Fock“ ist in den vergangenen Monaten heftig in die Kritik geraten. An Bord sollen junge Offizieranwärter von Mitgliedern der Stammbesatzung drangsaliert und unter Druck gesetzt worden sein, zwei junge Frauen sind 2008 und 2010 gestorben. Diese Zeitung hat mit Ralf Maehliss (69) aus Weilheim gesprochen, der 1961 als Offiziersanwärter für drei Monate auf der „Gorch Fock“ war.

-Wie haben Sie die Zeit auf der „Gorch Fock“

erlebt?

Für mich war das eine sehr wichtige Zeit. Ich habe gelernt, meine eigenen Kräfte einzuschätzen und erfahren, was ich von anderen verlangen kann. Wenn der Mensch keine technischen Hilfsmittel hat, ist er ziemlich klein. Doch die eigene Leistungsfähigkeit liegt viel höher als die eigene Einschätzung dazu - nur was man selbst wirklich getan hat, sollte man anderen abverlangen. Übrigens fühlte ich mich ich in circa 40 Metern Höhe auf dem schwankenden Schiff in Ehrfurcht meinem Schöpfer so nahe wie nie mehr später. Ich würde auch wieder eine leicht wiegende Hängematte einer ständig in der Schräge befindliche Koje der Stammbesatzung vorziehen. Die gleicht nämlich die Schräge wieder aus.

Das gesamt Interview lesen Sie in der Printausgabe der Heimatzeitung.

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