Interpretierte die Seniorenbefragung: Dr. Jürgen Kaschube. Foto: wos

Hilfe mit Hemmschwelle

Iffeldorf - Rund ein Drittel der Iffeldorfer Einwohner ist 60 Jahre und älter. Auf dieses Drittel zielte ein Fragebogen-Aktion. Die Ergebnisse interpretierte jetzt ein Wissenschaftler.

Dr. Jürgen Kaschube war in den Iffeldorfer Gemeinderat eingeladen worden, um Schlüsse aus dem Umfrageergebnis zu ziehen. 175 von rund 600 Iffeldorfern ab 60 Jahre hatten daran teilgenommen. Ein ordentlicher Rücklauf für eine derartige Befragung, so Jürgen Kaschube, der allerdings einschränkte, dass daran eher jüngere Senioren teilnehmen. Dies verzerre die Ergebnisse etwas.

Als zentrale Punkte der Fragebogenaktion nannte der Wissenschaftler von der Ludwig-Maximilian-Universität die ausgeprägte Aktivität beim Freizeitverhalten und das Ziel, bis ins hohe Alter unabhängig zu leben. Seniorennachmittag, so Kaschube, würden nur auf Interesse bei der Zielgruppe jenseits der 80 stoßen. Außerdem ist ihm zufolge der Wunsch nach bürgerschaftlichen Engagement stark vorhanden, selbst will man eine Nachbarschaftshilfe allerdings nicht nutzen. Dabei gebe es eine gewisse Hemmschwelle, lautete der Schluss von Jürgen Kaschube und einigen Gemeinderäten. Eine Nachbarschaftshilfe zu installieren, sei deshalb ein langfristiger Prozess. Kaschube empfahl, dabei einen generationenübergreifenden Ansatz zu wählen (mehr dazu in der Dienstagsausgabe).

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