+
Die Hochwasserbilder aus den letzten Tagen stecken den Betroffenen noch in den Knochen - jetzt droht schon wieder starker Regen.

Feuerwehren in Alarmbereitschaft

Hochwasser: Banges Warten auf den Regen

  • schließen

Weilheim - Noch ist rund um Weilheim alles ruhig, aber die Feuerwehren halten sich für neues Hochwasser bereit. Den es ist wieder Starkregen angekündigt.

„Keine aktuellen Einsätze“, meldet mittags Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta. Auch bei der Polizei ist aktuell nichts aufgelaufen. Doch die Einsatzkräfte sind weiter angespannt. Denn die Wettervorhersage sieht nicht gut aus: In der Nacht soll es am Alpenrand länger anhaltend regnen, zum Teil ausgiebig. Auch Gewitter werden erwartet. „Wir schauen mit Argusaugen auf den Sonntag“, sagt der Kreisbrandrat, der sich gestern bei einem Rundflug ein Bild von der Lage gemacht hat. Das Problem für die Einsatzkräfte: Ab Sonntagmittag ist Starkregen angekündigt.

Derzeit ist die Hochwasserlage ruhig. In Weilheim meldet Kommandant Konrad Bischel keine Vorkommnisse. Von den Bächen, vor allem dem neuralgischen Angerbach in der Stadt, droht noch keine Gefahr. Die Feuerwehr hält sich in Bereitschaft. Der Kreisfeuerwehr-Jugendtag in Unterhausen hat wie geplant stattgefunden. In den am Donnerstag besonders stark betroffen Orten Polling und Huglfing laufen weiter die Pumpen, die Lage wird ständig kontrolliert. Das Wasser hat sich laut Sobotta von den Anwesen zurückgezogen, allerdings sind die Wiesen weiter vollgelaufen. Die Feuerwehren bauen zur Sicherheit die Sandsackbarrieren nicht ab. In Polling gibt es weiter den angelegten „Bypass“ aus Sandsäcken im Bereich des Tiefenbachs, der rund um die Hofmark als künstlicher zweiter Bachlauf das Wasser vom Tiefenbach ableitet. Das Wasser steht laut Sobotta nicht mehr an den Häusern. In Huglfing ist die Hauptstraße am Hungerbach weitere gesperrt, dort sind ebenfalls die Sandsackbarrieren weiter aufgebaut. Auch dort steht das Wasser nicht mehr an den Häusern und auf den Straßen. In Peißenberg gab es bis jetzt keinen Alarm für die Feuerwehren, meldet Kommandant Michael Schleich. Auch in Penzberg ist laut Kommandant Christian Abt alles ruhig, vor allem in Maxkron mit dem Binnengraben der Loisach in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser. Der Pegelstand der Ammer bei Peißenberg und Weilheim betrug um 13 Uhr Meldestufe 0.

Bilder vom Hochwasser im Altlandkreis Weilheim

In Weilheim meldete Kommandant Bischel allerdings ein Problem: Privatleute bedienen sich einfach bei dem von der Feuerwehr angelegten Sandsacklager an der Sonnwendstraße. Rund 2500 Säcke lagen bereit, um für den Fall, dass der Angerbach übertritt, verbaut werden – mindestens die Hälfte davon sei jedoch schon privat genutzt worden, um eigene Hauswände abzusichern. Bischel macht klar: „Die Bürger sollen nicht einfach die Sandsäcke plündern.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Biber: Abschuss nur ausnahmsweise
Die Biber-Population im Landkreis nimmt weiter zu – und mit ihr die Schäden. Wie kann man den Biber in die Schranken weisen?  In Einzelfällen hat die Untere …
Biber: Abschuss nur ausnahmsweise
Verbund aus vier Kliniken soll entstehen
Die Krankenhaus GmbH streckt ihre Fühler über die Landkreisgrenzen hinaus aus. Ziel ist ein Klinik-Verbund mit den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Landsberg. Vier …
Verbund aus vier Kliniken soll entstehen

Kommentare