Höckhaus: Das Denkmalamt prüft

Penzberg - Das Penzberger Höck-Haus steht nun im Fokus des Landesamts für Denkmalpflege. Dort liegt mittlerweile der Antrag des Penzberger Denkmalpflegevereins vor.

Das Gebäude an der Karlstraße blickt weiterhin einer ungewissen Zukunft entgegen. Nachdem sich der Stadtrat dagegen ausgesprochen hatte, das Gebäude zu kaufen, hatte der Eigentümer, eine Münchner Firma, vorgehabt, das Haus abzureißen und eine neue Immobilie zu errichten. Daraufhin startete der Penzberger Denkmalpflegeverein den Versuch, das um 1900 erbaute Höck-Haus unter Denkmalschutz stellen zu lassen.

„Im Grunde kann jeder Bürger einen Denkmalschutz beantragen“, erklärt Nina Dürr, Pressesprecherin beim bayerischen Landesdenkmalamt. Eine ausführliche Begründung sei nicht notwendig. „Wenn uns jemand schreibt, gehen wir jedem Antrag nach.“ Das bedeutet, dass ein Termin vor Ort ausgemacht wird und das Gebäude laut Dürr „vom Keller bis zum Dachstuhl“ von einem Experten – zumeist Architekten und Historiker – begutachtet werde. Außerdem würden Nachforschungen in den Archiven, Bibliotheken und Bauakten angestellt.

Wenn schließlich eine Denkmaleigenschaft festgestellt wird, wird das Gebäude als Entwurf auf die Denkmalliste gesetzt. „Jede weitere bauliche Veränderung muss dann von der Unteren Denkmalschutzbehörde genehmigt werden“, erklärt Dürr. Sollte eine Gemeinde oder eine Stadt Einwände gegen den Denkmalschutz erheben, käme es laut Dürr zu einem so genannten „Dissens“. In diesem Fall würde dann der Denkmalrat entscheiden.

Das Penzberger Höck-Haus ist laut Nina Dürr beim Denkmalamt bereits bekannt gewesen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Die Sprecherin kann lediglich bestätigen, dass der Antrag beim zuständigen Experten auf dem Schreibtisch liegt. (mehr in der Samstagsausgabe)

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