Hü und Hott bei Zebrastreifen

Weilheim - Zuletzt war die Aufbruchstimmung groß: Einstimmig hatte der Verkehrsausschuss für Zebrastreifen in Weilheims Stadtgebiet votiert. Jetzt kehrte Ernüchterung im Rathaus ein.

Laut geltender Richtlinien, so das Ordnungsamt nach Ortsterminen mit einem ADAC-Vertreter, wäre praktisch an keiner der vorgeschlagenen Stellen ein Zebrastreifen möglich. Doch einige Stadträte wollen sich dieser Sicht nicht fügen: Petra Hofer (BfW) fand die Richtlinien, wie sie vorgetragen wurden, teils unverständlich. Verkehrsreferent Dr. Claus Reindl (BfW) sah zwar ein, dass Zebrastreifen „an manchen Stellen schwierig sind“, stellte aber auch die Frage, „ob in anderen Gegenden Deutschlands mehr guter Wille da ist“.„Wenn wir es wollen, geht es auch“, sagte Grünen-Stadtrat Karl-Heinz Grehl: „Wir sollten den Mut beweisen, den Verkehr so zu führen, dass Zebrastreifen möglich sind.“ Laut Richtlinien, so Ordnungsamts-Chef Andreas Wunder, müssten Zebrastreifen mindestens 200 Meter von Ampeln entfernt sein. Wo mehr als ein Fahrbahnstreifen je Fahrtrichtung überquert werden muss, verböten sie sich ebenso wie im Verlauf kombinierter Fuß- und Radwege. In 30er-Zonen seien sie „entbehrlich“. Demnach komme in Weilheim von den bislang untersuchten Standorten nur jener an der Kaltenmoserstraße (Berufsschule) in Frage, so Josef Maurus vom ADAC. Bürgermeister Markus Loth schlug vor, in einer eigenen Verkehrsausschuss-Sitzung vor Ort Entscheidungen zu fällen – was einstimmig so angenommen wurde.

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