Wie lange noch? Die Ausweichparkplätze (links) auf der Wiese am Bahnhof Huglfing soll es bald nicht mehr geben. foto: gronau
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Wie lange noch? Die Ausweichparkplätze (links) auf der Wiese am Bahnhof Huglfing soll es bald nicht mehr geben.

Werdenfelsstrecke

Neuer Nackenschlag für Pendler

Huglfing - Die vielen Verspätungen haben die Nerven der Pendler auf der Werdenfelsstrecke auf eine harte Probe gestellt - jetzt erwartet die Fahrgäste, die am Huglfinger Bahnhof einsteigen, neues Ungemach.

Die häufig als Abstellplatz für ihre Fahrzeuge genutzte Grünfläche neben dem eigentlichen Parkplatz wird gesperrt.

Gerade an Wochentagen wird die Wiese, die der Firma „Aurelis-real-estate GmbH“ gehört, gern von Pendlern genutzt, wenn der Parkplatz belegt ist - trotz eines Hinweisschildes „Durchfahrt verboten“. Daran hat sich bislang noch niemand gestört. Doch nun hat das frühere Bahn-Tochterunternehmen einen Zaun aufbauen lassen, in diesen Tagen soll die Fläche abgesperrt werden. „Bei einer öffentlichen Nutzung müssen wir die Verkehrssicherungspflicht übernehmen. Ansonsten sind wir für eventuelle Unfälle oder Missgeschicke, die gerade im Winter schnell passieren können, haftbar“, so Susanne Heck von der Pressestelle bei „Aurelis“. Man sei aber nach wie vor an einer Lösung mit den Gemeinden interessiert.

Über die „gemeinsame Lösung“ verhandeln die Gemeinden mit der Ex-Bahntochter aber schon seit Jahren. Huglfing und Oberhausen würden das rund 6000 Quadratmeter große Gelände parallel zur Bahnstrecke in Richtung Polling gern kaufen und in offizielle Parkplätze umwandeln. Allerdings gibt es im Untergrund Altlasten: Kohlenstoffe und Schwermetalle, wie ein Gutachten aus dem Jahre 2011 bestätigt, so Bürgermeister Bernhard Kamhuber (Huglfing). Bis zu 518 000 Euro könnte die Entsorgung des laut Gutachten „stark belasteten“ Untergrunds kosten. Der Abbau müsste dann in einer speziellen Deponie entsorgt werden.

Rechnet man einen Grundstückspreis von 15 Euro pro Quadratmeter für das Gelände, also rund 90 000 Euro, müsste die Firma „Aurelis“ den beiden Gemeinden für den Verkauf sogar noch etwas zahlen. Das will die Firma natürlich nicht. Sie hat selbst ein Gutachten in Auftrag gegeben, das kommt auf Sanierungskosten von rund 85 000 Euro - also eine Summe in etwa so hoch wie der Kaufpreis. jt

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