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Immer wieder tauchen unerlaubte Waren auf

Weilheim - "Weltzolltag" ist am Montag, 26. Januar. Christian Werner, Leiter des Zollamts Weilheim, gab im Interview Einblicke in die Arbeit seiner Behörde.

Spielt denn der Weltzolltag bei Ihnen am Standort ein Rolle?

Nein. Eventuell wird das an höherer Stelle gefeiert, aber nicht bei uns. Bei uns läuft alles wie immer.

Welche Aufgaben hat das Zollamt Weilheim überhaupt?

Als Binnenzollamt ist das Zollamt Weilheim bei der Ein- und Ausfuhr von Waren bedeutend, denn Binnenzollämter sind bei der Entlastung der Grenzzollämter und als regionaler Ansprechpartner gefragt. Firmen aus unserem Zuständigkeitsbereich können Waren, die sie einführen, statt an der Grenze bei uns verzollen. Bei der Ausfuhr müssen Waren ab einem bestimmten Wert schon bei Binnenzollämtern angemeldet werden, da sind wir auch gefordert. Darüberhinaus werden Postpakete, die aus dem Ausland kommen, bei uns zollrechtlich behandelt. Und seit 1. Mai letzten Jahres sind wir Kontaktstelle für die Kraftfahrzeugsteuer. Auch Kfz-Steuerbescheide kommen also jetzt vom Zoll.

Wie groß ist denn ihr Zuständigkeitsbereich?

Das sind viereinhalb Landkreise: Weilheim-Schongau, Landsberg/Lech, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und der Bereich Wolfratshausen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Und wie viele Mitarbeiter hat der Zollamtsstandort Weilheim?

Wir sind momentan 13 Männer und Frauen, die vor allem im Innendienst tätig sind. Zur Warenabfertigung gibt es aber auch Einsätze im Außendienst.

Bei Ihrer Arbeit tauchen immer wieder Verstöße auf, welche sind das zum Beispiel?

Viele Waren wie Waffen, Drogen und Arzneimittel dürfen aus Nicht-EU-Ländern nicht ohne Erlaubnis eingeführt werden, auf solche unerlaubten Waren stoßen wir bei der Arbeit aber immer wieder. Auch gefälschte Markenware.

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