Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt
Dr. Gabriele Moslerwar im Schützengau die erste Schützenmeisterin. Foto: ruder

Vor 25 Jahren kam sie in eine Männerdomäne

Bernried - Dr. Gabriele Mosler ist seit 25 Jahren Schützenmeisterin bei der Schützengesellschaft "Alt-Bernried". Ein Interview...

Dr. Gabriele Mosler war lange die einzige Schützenmeisterin im Schützengau Weilheim. Im Interview spricht die heute 64-Jährige, die als Oberärztin der Kardiologie an der Klinik Höhenried arbeitete, über ihre Erfahrungen. 25 Jahre steht die gebürtige Münchnerin inzwischen an der Spitze der Schützengesellschaft „Alt-Bernried“.

-Wie kam es eigentlich, dass Sie in Bernried Schützenmeisterin wurden, was damals ja noch eher ungewöhnlich war?

Ich bin in den Schützenverein eingetreten und sofort Schützenkönigin geworden. Da war viel Glück dabei, denn ich hatte keine Ahnung vom Schießen. Aber ich begann, mich dafür mehr zu interessieren. Schließlich habe ich mich, obwohl ich vorher nie in einem Verein gewesen war, als zweite Schützenmeisterin zur Wahl gestellt. Den männlichen Konkurrenten habe ich dann um zwei Stimmen geschlagen. Als sich zwei Jahre später der erste Schützenmeister nicht mehr zur Wahl stellte, kam ich auf diese Position.

-Wie war das damals für Sie als Frau?

Natürlich habe ich von den Männern Gegenwind bekommen. Altbürgermeister Walter Eberl gibt es inzwischen öffentlich zu, dass er damals nicht zur Wahl ging, weil er nicht eine Frau unterstützen wollte, die noch dazu keine Bernriederin ist. Die Männer wollten mir anfangs schon zeigen, dass sie das Heft in der Hand haben - ich musste mich in der Tat durchsetzen. Und jetzt wollen sie einen nicht mehr weglassen.

-Hat Ihnen Ihre berufliche Erfahrung als Ärztin geholfen, weil sie vielleicht Selbstbewusstsein mitgebracht haben?

Ja, ich bin schon selbstbewusst. Und dann bin ich auch von der Statur her groß und nicht zart und zierlich - das hat mir auch geholfen.

-Können Sie das Schützenmeister-Amt anderen Frauen empfehlen?

Ich finde, man kann das als Frau durchaus machen, zumal die Frauenquote in den Vereinen im Allgemeinen hoch ist.

-Was haben Sie zu Ihrem 25-Jährigen vom Schützenverein geschenkt bekommen?

Ich habe ein Körbchen mit lauter Kosmetikprodukten bekommen und auch Geld für ein Wellness-Wochenende. Das Geschenk haben wahrscheinlich die Damen im Verein ausgesucht.

-Was waren denn Ihre eigenen größten Erfolge im Schießsport?

Vor zwei Jahren bin ich noch einmal Schützenkönigin geworden. Und außerdem war ich im Aufgelegt-Schießen, das in meinem Alter üblich ist, bei der bayerischen Meisterschaft dabei. Welchen Platz ich dabei belegt habe, weiß ich allerdings gar nicht mehr.

Interview: Stephanie Uehlein

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