Kletterer stürzt aus 10 Metern ab

Peißenberg - Zu einem schweren Unfall kam es in der Kletterhalle des Peißenberger Alpenvereins. Ein 43-Jähriger stürzte beim Ablassen aus zehn Meter Höhe auf den Boden.

Der Unfall geschah bereist am Freitag vergangener Woche, wurde aber erst jetzt bekannt. Der Verunglückte wurde mit Hubschrauber ins Unfallkrankenhaus Murnau geflogen und ins künstliche Koma versetzt.

Der Vorsitzende der Peißenberger Sektion, Fritz Dirschowski, war nebenan im Büro, als der Unglück geschah. Der Kletterer, laut Dirschowski ein Mitglied des Vereins, der sehr erfahren ist und immer auf Sicherheit bedacht, habe das Ende seiner Route erreicht und sich mit dem Seil in die Umlenkung eingehängt. Seine Partnerin, die ihn ablassen wollte, habe zunächst das Gewicht des 43-Jährigen gespürt, doch dann sei er auf den Boden gefallen. Laut Dirschowski trug der Peißenberger schwere Hüft- Bein- und Kopfverletzungen davon.

Über die Ursache des Unfalls kann der Vorsitzende nur spekulieren. Er vermutet, dass ein Fehler beim Einbinden des Seiles in den Gurt vorliegen könnte: „Wenn man den Bulinknoten verkehrt steckt, geht er auf.“ Ein technisches Versagen liege wohl nicht vor. Ein Beleg dafür sei, dass an der Umlenkung keine Fasern gefunden worden seien. „Er gilt eigentlich als Sicherheitspapst, der auch andere in der Sicherheit beim Klettern unterrichtet“, sagt Dirschowski über den Verunglückten.

Schon kurz nach dem Unfall waren die Rettungskräfte vor Ort. Auch das Kriseninterventionsteam der Bergwacht kümmerte sich sogleich um die beiden Begleiterinnen des Verunglückten. Am gestrigen Mittwoch nahm die Polizei den Unfall auf, der der erste schwere in der Peißenberger Halle ist, wie Dirschowski sagt. Er telefoniere jeden Abend mit der Frau des Kletterers und informiere sich über dessen Zustand. Eine für gestern geplante Operation sei verschoben worden.

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