Fasziniert von Franz Marc: Martin Vatter. foto: gronau

So klingt Franz Marcs Malerei

Landkreis - Wie klingen die Bilder des Malers Franz Marc? Der aus Etting stammende Pianist Martin Vatter führt es auf einer neuen CD vor Ohren - unter dem Titel "Klangbilder".

„Ich übersetze die Malerei in Musik“, erklärt der 48-Jährige, der gerade seine zweite CD zu diesem Thema fertig gestellt hat. Nach den Walchensee-Bildern von Lovis Corinth hat er sich nun von Franz Marc inspirieren lassen. Das Ergebnis ist „Musik, die aus dem Innersten kommt“, wie Vatter betont. In seinen Kompositionen verschmelze, was er erlebt und gelebt habe.

Die Initialzündung, sich mit Malerei zu beschäftigen, war der Auftrag, zur Corinth-Sonderschau im Franz-Marc-Museum in Kochel eine Maxi-CD aufzunehmen. Dabei hat Vatter, der heute in Grainau lebt, die Walchensee-Bilder des Künstlers - eines der wichtigsten Vertreter des deutschen Impressionismus - auf sich wirken lassen. „Ich durfte sogar eine halbe Nacht im Museum verbringen, konnte den Flügel vor die Originale schieben und mich inspirieren lassen“, sagt der 48-Jährige.

So hat er sensible Klaviermusik geschaffen, die den Zuhörern die Kunstwerke auf ganz neue Weise erschließt. Wie auch seine neuen Schöpfungen zu Franz Marcs Bildern. „Sein unvergleichlicher Stil, seine Vielseitigkeit, seine unnachahmliche Ausdrucksstärke und nicht zuletzt sein Mut zu neuen Ausdrucksmitteln in der Form- und Farbgebung faszinieren mich.“ Wieder verbrachte Vatter viele Stunden im Kocheler Museum und übersetzte unter anderem „Springende Pferde“ und Rote Rehe II“ in Musik. Als „melodisch, harmonisch voller stiller Kraft mit klassischen Elementen“, beschreibt er seine Werke. In audiophilen Fachmagazinen werden seine Aufnahmen stets hochgelobt. Die Marc-Klangbilder wurden jüngst sogar zur „CD des Monats“ gekürt. Jetzt hofft Vatter, dass sich ein breiteres Publikum mit seiner Musik beschäftigt. Denn diese bereite „nicht nur beim konzentrierten Zuhören Freude“, betont er, „sondern weiß auch als Hintergrund oder zum Entspannen zu überzeugen“.

Die „Klangbilder“ gibt es im Franz-Marc-Museum und unter www.martin-vatter.de.

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