Kritik an Fischersteig-Plänen

Iffeldorf - Die Pläne für den Fischersteig sind in der Iffeldorfer Bürgerversammlung auf Kritik gestoßen. Vor allem die Aussichtsplattform fand am Freitagabend wenig Gefallen.

In seinem Bericht hatte Bürgermeister Hubert Kroiss unter anderem die Pläne für den Fischersteig präsentiert – und angesichts der kühl geratenen Computeranimation des Fußweges ein kurzes Aufstöhnen im Gemeindezentrum ausgelöst. Der Rathaus-Chef versuchte zu beschwichtigen: Die vor kurzem durchgeführte Vermessung ermögliche es nun, „die etwas städtisch wirkende Computeranimation der Realität anzupassen und vor allem Dingen naturnäher und dörflicher zu gestalten“. Zugleich erklärte Kroiss, dass man an dieser Stelle „schon einen Akzent setzen“ sollte.

Über diese Plattform äußerte sich in der Bürgerversammlung Christian Gleixner „ein bisserl entsetzt“. Sie sollte besser in die Landschaft eingepasst werden, forderte er unter Applaus. Als eine der „letzten ländlichen, wilden Ecke“ bezeichnete Martin Wagner den Fischersteig. Die Planung sei sehr steril, überdimensioniert und rechtwinklig, eine Kritik die schon Isolde Künstler im Gemeinderat ähnlich vorgebracht hatte. „Ich sehe keine wirklichen Argumente, wieso man es nicht belässt“, sagte Martin Wagner, dem auch die Plattform missfiel. „Wir sind nicht auf der Weltausstellung.“ Er appellierte genauso wie Ludwig Kindermann, dass man zwar den Weg ausbessern könne, aber die Planung noch einmal überdenken solle. So sah es auch Roswitha Hauser. „Es sind viele Leute dagegen, den Fischersteig als Autobahn zu begradigen“ sagte sie, während Herbert Hauser die geschätzten Kosten in Höhe von 120 000 Euro als „enorm“ empfand.

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