Einen Blick in das evangelische Kirchenblatt „Blick“ warf Landesbischof Friedrich (li.), bei seinem gestrigen Besuch in der Penzberger Moschee. In dem Blatt werben Imam Idriz und die Pfarrer Josef Kirchensteiner und Klaus Pfaller (v. re.) gemeinsam für Toleranz und Dialog. Foto: wos

Landesbischof stärkt islamischen Gemeinde Penzberg den Rücken

Penzberg - Der evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (rechts) stärkt der islamischen Gemeinde in Penzberg den Rücken.

Er könne „die negative Einstellung des Verfassungsschutzes“ nicht verstehen, sagte er am Montagnachmittag bei einem Besuch in der Penzberger Moschee. Die evangelische Kirche sei an Kontakten mit islamischen Gemeinden wie Penzberg interessiert, betonte der Theologe, der sich von Vizedirektorin Gönül Yerli und Imam Benjamin Idriz die Moschee zeigen ließ. Deutlich stellte er sich auch gegen Hetze gegen die Gemeinde: „Wir müssen als Christen an Ihrer Seite stehen, wenn sie verächtlich gemacht werden.“ Das ZIEM-Projekt in München, zu dem eine Imam-Ausbildung gehört, begrüßt der Landesbischof: „Es ist wichtig, dass es Imame gibt, die deutsch sprechen und viel von Deutschand verstehen.“ Imam Idriz appellierte im Beisein des Landesbischofs an den Innenminister, zu einem konstruktiven Gespräch zusammenzukommen. Vor sieben Wochen war der islamischen Gemeinde von Ministerpräsident Seehofer ein Zusammentreffen mit Innenminister Hermann in Aussicht gestellt worden.

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