Mit Kurzarbeit durch die drohende Krise

Paterzell - Die IG Metall setzt bei der drohenden Krise auch auf Kurzarbeit - einige Firmen haben sie schon beantragt.

Das ist der Tenor der IG Metall, die am Rande ihrer Delegiertenkonferenz in Paterzell, über die aktuelle Situation in den Betrieben im Landkreis informierte.

„Die Krise ist bei uns in der Region noch nicht angekommen. Wir sehen auch keinen größeren Personalabbau“, so Daniela Fischer, die 1.Bevollmächtige IG Metall mit rund 6000 Mitgliedern im Oberland, angesichts der sich zuletzt häufenden Negativmeldungen. Wobei es nicht überall gleich gut läuft. Die „Hoerbiger Antriebstechnik“ in Schongau will zahlreiche Stellen abbauen. „Dabei wissen wir derzeit gar nicht wohin mit der Arbeit“, beklagt Betriebsrat Reinhold Kernbach. „Unsere Häuptlinge wissen aber schon, was kommt, und das zu viele Leute an Bord sind“, so Kernbach, der darüber hinaus den zunehmenden Einsatz von Leiharbeitern und Kollegen mit befristeten Verträgen anprangerte.

Einen anderen Weg geht die Firma „Zarges“ aus Weilheim. Sie setzt auf Kurzarbeit, wie es bereits zwischen 2009 und 2012 mit Unterbrechungen praktiziert wurde. „Die Belegschaft hat Vertrauen in dieses Instrument, deshalb brauchen wir die Kurzarbeit“, sagte Zarges-Betriebsrat Peter Wolf. Dies habe dazu geführt, dass „Zarges“ durch die letzte Krise ohne Personalabbau kam.

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