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Ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit,

Arbeitslosenquote: Historischer Tiefstand

Weilheim-Schongau – Die Arbeitslosenquote im Landkreis ist so niedrig wie seit 1991 nicht mehr. Das hat aber auch eine Schattenseite:

In der fünf Landkreise umfassenden Region liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent. Im Landkreis Weilheim-Schongau liegt sie gar bei 2,2 Prozent. Dieser Wert wurde zuletzt im Jahr 1991 unterboten (2,0). „Seither war sie nie mehr bei 2,2 Prozent oder niedriger. Man kann damit schon von einem historischen Tiefststand sprechen“, so die Agentur auf Nachfrage bezüglich der aktuellen Arbeitslosenzahl.

„Alle Personengruppen profitieren im Vergleich zum Vormonat von der gestiegenen Arbeitskräftenachfrage“, schreibt Monika Lex, die Geschäftsführerin „operativ“ bei der Agentur für Arbeit, in ihrem Monatsbericht, der für die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau, Landsberg, Starnberg und Fürstenfeldbruck gilt.

Die niedrige Quote hat aber auch ihre Schattenseite: den Fachkräftemangel. Besonders betroffen davon sind die Branchen Metall, das Hotel- und Gaststättengewerbe, Pflege- und Erziehungsberufe sowie das Handwerk.

Deshalb werde die Agentur versuchen, arbeitslos gemeldete Menschen durch Weiterbildung, Umschulung und Förderung beim Einstieg in diese Branchen zu helfen. Es gebe auch spezielle Angebote für Wiedereinsteiger, so Lex.

Aktuell sind laut Agentur in den fünf Landkreisen noch 1254 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Lehrstelle, dem gegenüber stehen 1341 unbesetzte Ausbildungsstellen. Damit sind mehr junge Menschen auf Lehrstellensuche als 2015.

Noch vor den Sommerferien sollten sich die jungen Menschen mit der Agentur in Verbindung setzen. Das gilt auch für Arbeitgeber, die einen Auszubildenden suchen. Dafür gibt es eine bundesweite Nummer: 0800/455 5520.

Johannes Thoma

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