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Flasche leer: Der Fasching ist vorbei, Zeit, um Bilanz zu ziehen. Die fällt bei den Befragten positiv aus. 

Landkreis 

„Ein ruhiger Fasching“ – meistens

Landkreis - Polizei, „OK Penzberger Fasching“ sowie  Wirte und Veranstalter ziehen eine Bilanz des Faschings. Er war meist ruhig. 

„Es war ein sehr ruhiger Fasching.“ Das sagt nicht nur die Weilheimer Polizei, sondern auch Herbert Weichart, Inhaber des Gasthofes „Zur Post“ in Raisting. Doch während diese Aussage bei der Polizei absolut positiv gemeint ist, weckt sie bei Gastwirt Weichart durchaus gemischte Gefühle. „Bei uns ist es leider etwas ruhiger geworden.“ Im Gasthof gab es heuer drei Bälle, die waren allesamt gut besucht, so Weichart. Allerdings waren es früher fünf, Sportlerball und Rosenmontagsball wurden schon vor Jahren gestrichen – mangels Publikumsinteresse. Was Weichart vom Fasching 2016 in Erinnerung geblieben ist, sind die vielen originellen Masken.

Die wurden auch andernorts beobachtet – zum Beispiel in Eberfing. Dort gab’s den „Keglerball“, der laut Andreas Gattinger von der Kegelabteilung „die Erwartungen mehr als erfüllt hat“. Zum Gelingen dieser gut besuchten Veranstaltung im Gasthaus „Zur Post“ hätten auch die Band „Sound Cocktail“ und die Peißenberger Garde „Frohsinn 2000“ beigetragen.

Im Bereich der Inspektion Weilheim nahm die Polizei während des Faschings rund 250 Kontrollen vor. Bei knapp einem Drittel kam es zu einem Alkotest, aber nur bei drei Autofahrern lag der Promillewert über 0,5, bei keinem über 1,0 Promille. „Das ist eine sehr erfreuliche Bilanz, sagte dazu Bernd Schewe. Offensichtlich hätten die Besucher der Faschingsbälle großen Wert darauf gelegt, dass der Fahrer nüchtern bleibt. Auch größere Einsätze waren nicht zu verzeichnen, so der stellvertretende Leiter der PI.

Ähnlich fällt auch die Bilanz der Polizeiinspektion Penzberg aus. Es gab im Raum Penzberg lediglich eine Trunkenheitsfahrt; da hatte der Fahrer aber deutlich über 1,0 Promille, so Jan Pfeil, Leiter der PI. Zudem gab es einen Vorfall am Sonntag beim Faschingstreiben am Stadtplatz, als eine Frau von einem Betrunkenen begrapscht wurde (wir berichteten).

Beim Kehraus des „OK Penzberger Fasching“ flossen Tränen um den dahinscheidenden Fasching. Der Prinz, der symbolisch den Fasching verkörpert, wurde in einem rund 30 Jahre alten, selbstgebauten Sarg hinausgetragen. „Das ist ein riesiger Einschnitt für viele“, sagte der OK-Vorsitzende Holger Fey. „Es war so intensiv, und man sitzt jeden Tag zusammen.“ Zwölf Veranstaltungen hat das Komitee laut Fey organisiert, von Gardeauftritten, über Bälle bis zum Gaudiwurm. Ein Aushängeschild für die Maschkera sei der Weiberball, aber auch beim Gaudiwurm zeigte sich, dass Verkleidung nach wie vor zum Fasching dazugehört. In dieser Woche ist für den Verein noch Abbauen auf Gut Hub angesagt – und dann ist Ruhe? Von wegen: „Wir sind schon an den Vorbereitungen für nächstes Jahr“, sagte Fey. Die ersten Schritte seien getan, wie die Organisation von Terminen und Räumlichkeiten. „Der Fasching ist ein Ganzjahresjob“, sagte Fey.

jt/jum/ssc

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