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Der Neubau an der Wessobrunner Straße in Weilheim ist eines der jüngsten Projekte der „Wohnbau“ in Weilheim, ein weiteres Neubauvorhaben von 37 günstigen Mietwohnungen startet in diesen Tagen.

Eine „Wohnbau“ für alle?

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Weilheim/Landkreis - Kann und will die „Wohnbau Weilheim“ im westlichen Landkreis aktiv werden? In der Kreistagssitzung wurde dies durchaus unterschiedlich gesehen.

Die „Wohnbau Weilheim“, die aktuell über 1599 eigene Mietwohnungen verfügt, ist ein spezielles Konstrukt: Im Nachkriegsjahr 1949 wurde sie gegründet, um die Wohnungsnot im damaligen Landkreis Weilheim zu lindern. Bis 1965 gehörten ihr 27 Gemeinden an, heute hat sie nur noch sieben als Gesellschafter – plus den Landkreis Weilheim-Schongau. Während somit im Altlandkreis Weilheim in einigen Kommunen immer noch sozialer Wohnungsbau stattfindet, ist dieser im Altlandkreis Schongau zum Erliegen gekommen. „Wir haben faktisch keinen sozialen Wohnungsbau mehr, seit die Baugenossenschaften nicht mehr aktiv sind“, sagte Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck. Weil der Bedarf aber groß sei, setzt er alles daran, die Gemeinden von der Notwendigkeit des gemeinsamen kommunalen Wohnungsbaus zu überzeugen.

Wie er sagte, läuft bis Ende Juli eine Umfrage bei den Gemeinden, vier wollten bisher mitmachen. Nach Hadersbecks Vorstellung sollte die „Wohnbau“ den Betrieb der Wohnungen übernehmen, doch deren Mitgliedsgemeinden seien „sehr zurückhaltend“, vor allem die Stadt Weilheim, kritisierte er.

Bürgermeisterinnen Vanni und Zehetner skeptisch

Die Bürgermeisterinnen Manuela Vanni (Peißenberg) und Elke Zehetner (Penzberg), deren Gemeinden beide zu den Gesellschaftern der „Wohnbau“ gehören, sahen Hadersbecks Vorschlag skeptisch. „Ich glaube nicht, dass das funktioniert“, sagte Vanni, „die sieben Kommunen haben viel Eigenkapital eingebracht.“ Und Zehetner erinnerte daran, dass auch Murnau der „Wohnbau“ angehöre. „Man kann der ,Wohnbau’ nichts überstülpen“, stellte sie fest.

Nicht überstülpen, sondern per Kreistagsbeschluss verordnen will Grünen-Kreisrat und Vizelandrat Karl-Heinz Grehl der „Wohnbau“ eine neue Marschrichtung: Der Antrag zielt zum einen auf eine Erweiterung des Geschäftsbereichs der „Wohnbau“ auf den gesamten Landkreis Weilheim-Schongau ab, zum anderen fordert er ein Konzept für „die umfassende Schaffung von zusätzlichem finanzierbarem Wohnraum“ in diesem Bereich, und zwar bis spätestens 2019. Dann endet die Wahlperiode.

Mehr Stimmen für den Landkreis

Außerdem muss laut Grehl die Satzung geändert werden. Es könne nicht sein, dass der Landkreis zwar mit 58 Prozent des Stammkapitals – dieses liegt insgesamt bei € knapp über einer Million Euro – Mehrheitseigner der „Wohnbau“ sei, aber nur 49 von 100 Stimmen habe und somit die Ausweitung in den westlichen Landkreis auch nicht forcieren könne. Laut Grehl müssen auch angesichts der Flüchtlinge mindestens 500 bis 600 neue Wohnungen „flächendeckend im ganzen Landkreis errichtet werden“.

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