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Fit im Liegen: Dr. Karl Breu (auf der Liege), Leiter des Gesundheitsamtes, beim Gesundheitstag in Huglfing.

Bayernweites Pilotprojekt zur Förderung und Versorgung

Landkreis will „Gesundheitsregion“ werden

Landkreis - Der Landreis will "Gesundheitsregion" werden. Dafür wird eine eigene Stelle  am Gesundheitsamt geschaffen.

 Dank eines aktven Gesundheitsamtes genießt der Landkreis in Sachen „Gesundheit“ bayern-und bundesweit einen ausgezeichneten Ruf. Nach dem Projekt „Gesunder Landkreis“, an dem sich vier Gemeinden beteiligt haben, will sich nun der ganze Landkreis an einem bayernweiten Pilotprojekt mit dem Titel „Gesundheitsregion plus“ beteiligen.

Bei der Sitzung des Kreisausschusses wurde der Vorschlag, sich zu beteiligen, allgemein positiv aufgenommen. Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes und Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes, erläuterte den Kreisräten Details des Förderprogramms, um das sich der Landkreis mittlerweile beworben hat. Eine Zusage gilt als sicher. Schwerpunkte des Programms sind die Gesundheitsvorsorge, also zum Beispiel Projekte, wie es sie auch schon beim soeben zuende gegangenen Projekt „Gesunder Landkreis“ gegegben hat: die Kneippanlage in Eberfing oder der Bewegungsparcours in Huglfing zum Beispiel. Nur sollen solche Vorhaben nicht mehr auf die vier beteiligten Gemeinden – neben Eberfing und Huglfing noch Weilheim und Peiting – beschränkt bleiben, sondern auf den ganzen Landkreis ausgedehnt werden.

Bei der Gesundheitsversorgung geht es laut Breu in erster Linie um die Versorgung mit Ärzten und Praxen im Landkreis. So könnten zum Beispiel die Krankenhäuser im Landkreis durch Notfallpraxen der niedergelassenen Ärzte direkt an den Krankenhäusern entlastet werden. Auch wenn sich die Versorgung mit Fachärzten nicht grundsätzlich ändern ließe, so könnten doch wenigstens Zweitpraxen im Landkreis angesiedelt werden, so Breu. Als Beispiel nannte er eine Fachpraxis für Jugend- und Kinderpsychiatrie für den Westen des Landkreises, der in diesem Bereich absolut unterversorgt sei.

Um diese Anliegen soll sich ein Geschäftsführer kümmern, dessen Stelle dem Gesundheitsamt angegliedert sein soll. Diese Stelle, die noch ausgeschrieben wird, und den Sachaufwand würde der Freistaat für fünf Jahre mit bis zu 70 Prozent fördern. Für den Landkreis verblieben so Kosten von etwa 24 000 Euro jährlich. Bayernweit können sich 24 Landkreise oder kreisfreie Städte an dem Pilotprojekt beteiligen.

Johannes Thoma

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