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Bilder aus einer so geheimnisvollen wie heiteren Welt: Erika Pusch in der Seeshaupter Seeresidenz Alte Post. foto: preller

Die Malerei ist ihr das Wichtigste - mit 94 Jahren

Seeshaupt - Die Kunst-Akademie befand sie für zu alt, als sie sich mit 60 um einen Studienplatz bewarb. Jetzt ist Erika Pusch aus Gauting 94 und zeigt beeindruckende Bilder in Seeshaupt.

Die Welt des Konkreten dient Erika Pusch lediglich als Spielzeug, mit dem sie sich ihre eigene Welt und ihre eigenen Farben erfindet: Mal taucht in einem Meer aus tiefem Blau eine kleine Insel auf, mal fällt ein milchiger Mond vom Himmel und mal ein glühend roter. Es ist eine ebenso geheimnisvolle wie heitere Welt, eine Welt wie aus Kindertagen - zu sehen in der neuen Ausstellung in Seeshaupts Seeresidenz Alte Post.

Es ist keineswegs so, dass Erika Pusch ihr Alter nicht spürt. Das Stehen an der Staffelei etwa strengt sie mittlerweile an. „Aber ich ordne alles andere dem Malen unter“, sagt sie. Vielleicht liegt das daran, dass sie so viele Jahre lang das Malen allem anderen unterordnen musste: Erst dem Krieg, den sie als Nachrichtenhelferin in Paris erlebte. Dann ihren Verpflichtungen als Ehefrau und Mutter von vier Kindern. Mit 60 bewarb sie sich um einen Studienplatz an der Akademie und wurde abgelehnt - wegen ihres Alters, nicht wegen ihrer Fähigkeiten. „Da war ich wahnsinnig enttäuscht“, erinnert sie sich. Eine solide Ausbildung absolvierte Erika Pusch trotzdem: zunächst in Gauting, wo sie seit 1978 wohnt, bei Gudrun von Rimscha, dann bei Juschi Bannaski in Aufkirchen. Im Jahr 2000 war sie Gründungsmitglied der Ateliergemeinschaft Reismühle, seither beteiligte sie sich an zahlreichen Ausstellungen.

In Seeshaupt sind ihre Bilder bis 18. März in der Seeresidenz Alte Post zu sehen: täglich von 8 bis 22 Uhr.

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