Mitbewohner drangsaliert

Weilhem-Schongau - im Westen des Landkreises wurde ein junger Mann von seinen beiden Mitbewohnern in menschenverachtender Weise schikaniert. Der Weilheimer Amtsrichter verurteilte einen 27-Jährigen zu einem Jahr und drei Monaten Bewährungsstrafe sowie 4000 Euro Schmerzensgeld.

In die Wohngemeinschaft der beiden Angeklagten in einem alten Bauernhaus zog im März 2007 ein junger Mann ein, kündigte jedoch Ende April 2008 nach Unstimmigkeiten das Mietverhältnis. Daraufhin schikanierten die Angeklagten ihren Mitbewohner: Laut Anklage wurde der Geschädigte von ihnen mit einem Baseballschläger bedroht, er musste sich mindestens zehn Minuten vor ihnen hinknien und auf Fragen wie: „Wer ist der Führer?“ mit „Hitler“ antworten.

Außerdem wurde dem Opfer das eine Ende eines Schnürsenkels in den After gesteckt, das andere Ende musste er in den Mund nehmen. Eineinhalb Stunden wurde der Geschädigte gezwungen, in dieser menschenverachtenden Weise, so Richter Dr. Marco Heß, vor den Angeklagten stramm zu stehen. Der zweite Angeklagte (34), mittlerweile im Nachbardorf wohnhaft, erhielt als Mitläufer 2700 Euro Geldstrafe. ik

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