Moderner Neubau für einen "modernen Verein"

Weilheim - Vor allem das sehr flache Dach gefiel nicht allen. Dennoch stimmte Weilheims Bauausschuss zu: Der TSV Weilheim darf an die Südseite seines Vereinsheims einen Anbau setzen.

Zwei große Mehrzweckräume darin kommen vor allem den Kampf- und Tanzsportlern zu Gute, und das möglichst noch heuer: Im Dezember soll der Erweiterungsbau an der Pollinger Straße bezugsfertig sein. Kosten samt Sanierung des Altbaus: ca. eine Million Euro. Der Entwurf der Weilheimer Architektin Annette Kölbl-Rill – sie ist zugleich 2. Vorsitzende des TSV – setzt sich „ganz bewusst“ klar vom bestehenden Gebäude ab. Geplant ist ein 22 Meter langer, Quader-ähnlicher Massivholzbau mit Passivhaus-Standard. Für das flache Blech-Pultdach mit nur drei Grad Neigung habe man sich auch entschieden, damit der Neubau den Bestand nicht überragt – was angesichts der 3,50 Meter hohen Säle in Erd- und Obergeschoss der Fall gewesen wäre. Außerdem wäre ein Satteldach zu teuer, so Kölbl-Rill: „Wir sind an der absoluten Obergrenze der Kosten.“ Der 3600 Mitglieder starke TSV erhalte mit dem Neubau „hervorragende Möglichkeiten“ in Sachen Fitness- und Gesundheitssport, sagte Vorsitzender Dieter Pausch – was derzeit stark nachgefragt werde. Weil mit dem Neubau Hallenzeiten in Ammer- und Hauptschule frei würden, sprach Pausch von einer „Entzerrung“ der Situation: „Das ist ein großer Schritt nach vorne, aber noch nicht des Rätsels Lösung.“ Eine neue Dreifachturnhalle sei längerfristig unverzichtbar.

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