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Moränenlandschaft mit Modellcharakter

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Über 200 Jahre alt ist der Baumbestand im Waldstück „Bergerin“ nordwestlich von Dießen, in dem Forst-Fachleute über das Modellprojekt „Moränenlandschaft“ informierten. foto: preller
Über 200 Jahre alt ist der Baumbestand im Waldstück „Bergerin“ nordwestlich von Dießen, in dem Forst-Fachleute über das Modellprojekt „Moränenlandschaft“ informierten. foto: preller

Landkreis - Zwischen Ammersee und Peißenberg werden gemeinsame Lebensräume für seltene und bedrohte Tiere und Pflanzen geschaffen

Auch wenn man es wegen des Namens vielleicht vermuten könnte - das „Wald-Wiesenvögelchen“ ist beileibe kein Vogel. Vielmehr handelt es sich hier um eine bedrohte Tagfalterart. In der Region kommt dieser in Deutschland mittlerweile seltene Schmetterling im Erlfilz westlich von Dießen vor, ein Areal, welches in das „BayernNetz Natur“-Modellprojekt „Moränenlandschaft zwischen Ammersee und Peißenberg“ eingebunden ist.

Vor einigen Jahren hat der Forstbetrieb Landsberg der Bayerischen Staatsforsten dieses Modellprojekt initiiert - mit dem Ziel, in einem „für Oberbayern einzigartigen Landschaftsraum“ hochwertige, miteinander verbundene Lebensräume für zahlreiche, zum Teil vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schaffen und zu erhalten. Beim „Naturschutztag 2013“ stellten Mitarbeiter der Staatsforsten Forstleuten, Behördenvertretern und Mitgliedern von Naturschutzverbänden Beispiele für Vernetzung und nachhaltige Forstwirtschaft vor. Nach Fachvorträgen im Gasthof „Zur Post“ in Raisting ging es raus in die Natur - in den Erlfilz zu den Wald-Wiesenvögelein und in das Waldstück „Bergerin“ bei Hübschenried. Der Baumbestand dort wurde 1797 gepflanzt, was ein Forstarbeiter im Jahr 1803 dokumentiert hat. Laut Peter Graser, dem stellvertretenden Leiter des Forstbetriebs Landsberg, herrscht in diesem Waldstück, in dem auch Schwarzspechte beheimatet sind, mittlerweile Hiebruhe. Kein Baum wird mehr gefällt, kein Altholz mehr beseitigt, alles wird der Natur überlassen. „Das ist ein ganz besonderer Wald“, sagt Revierförster Alwin Rammo.

Das Areal des Modellprojekts „Moränenlandschaft zwischen Ammersee und Peißenberg“ umfasst insgesamt 12 300 Hektar, es erstreckt sich von Utting bis Dießen und setzt sich über Raisting nach Süden bis zum Fuß des Hohen Peißenbergs fort.

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