Betreten (bald) verboten? Das Schutzgebiet in der Fischener Bucher soll nach Norden (vorn) ausgedehnt werden. Grünbauer sorgt sich um das Erholungsgebiet. foto: schubert

"Nicht nur Frösche haben Rechte"

Pähl - Der Pähler Bürgermeister Werner Grünbauer setzt sich für die Erholungssuchenden am Ammersee ein und kritisiert, dass der Naturschutz überbetont werde.

Der Pähler Uferbereich erstreckt sich von der Schwedeninsel im Süden des Sees bis zum Froschgartl auf der Ostseite. Allerdings ist das gesamte Südufer ein Naturschutzgebiet, das bis weit in den See hineinreicht. Betreten beziehungsweise mit Schiffen befahren ist verboten. Das Gewässerentwicklungskonzept sieht weitere Einschränkungen vor. So soll ein Teil der Fischener Bucht von Süden her zur ganzjährigen Ruhezone für Vögel ausgewiesen werden. Der nördliche Bereich der Fischener Bucht soll ebenfalls Ruhezone werden, allerdings nur vom 15. Oktober bis 31. März.

Grünbauer ist nicht gegen den Naturschutz. Im Gegenteil: „Naturschutz muss sein.“ Aber: „Die Ausdehnung des Naturschutzes in der Form kann ich nicht akzeptieren, weil sie einen sukzessiven Ausschluss der Bürger vom See bedeutet. Das geht so nicht.“ Der Bürgermeister bezieht sich damit vor allem auf die Zugangsbeschränkungen auf der Ostseite. Dort sollen die Bürger fast vollständig vom See ferngehalten werden. Ausnahmen gebe es nur noch in den Bereichen von Herrsching und Aidenried.

„Der See ist Naherholungsgebiet von München“, so Grünbauer, außerdem sollten auch Pähler Bürger ein Recht auf die Freizeitnutzung haben. Schwimmen und Segeln gehörten ebenso dazu wie Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen. st

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