Wer nicht mehr kommt, muss gehen

Landkreis - Die Feuerwehren greifen durch: Wenn Aktive über einen längeren Zeitraum weder an den regelmäßigen Übungen noch an Einsätzen teilnehmen, dann fliegen sie immer öfter.

„Ein Ausschluss sollte eigentlich das letzte Mittel sein“, sagt Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta. Doch er weiß, dass es manchmal nicht anders geht, soll eine Wehr funktionieren. Feuerwehren aus dem Landkreis jedenfalls schließen regelmäßig einige ihrer „aktiven“ Mitglieder aus - wegen Inaktivität. Die Freiwillige Feuerwehr Polling zum Beispiel „bereinigt“ laut ihrem Kommandanten Anton Schöttl einmal jährlich die Liste ihrer derzeit rund 50 Aktiven. Findet sich darauf jemand, der sich über ein Jahr nicht mehr hat sehen lassen, „dann sprechen wir ihn erst einmal an“, so Schöttl. Könne der Betreffende keine triftigen Gründe wie Beruf, Familie oder auch Krankheit nennen, „legen wir ihm den Austritt nahe, weil ein Verbleib dann keinen Sinn mehr macht“. Pro Jahr komme dies zwei bis drei Mal vor. Meist seien es junge Leute, die plötzlich andere Interessen hätten.

Laut Kreisbrandrat Swobotta ist es „das gute Recht des Kommandanten und vielleicht sogar seine Pflicht“, faule Kameraden auszuschließen, das sei im Feuerwehrgesetz so geregelt. Würden Übungen nicht besucht, könne eine Feuerwehr nicht funktionieren.

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