Ochsenrennen in Haunshofen
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Georg Steidl holte sich den Sieg beim Ochsenrennen in Haunshofen.

Ochsenrennen in Haunshofen

"Kraftprotz" rettete die Familienehre

Haunshofen - Das Ochsenrennen in Haunshofen am Sonntag war wieder ein Riesen-Spektakel. 2000 Zuschauer trotzten dem Sauwetter und feuerten ihre Favoriten an. Einer holte am Ende ganz souverän den Sieg.

Bis zum Finale bleibt es sehr, sehr spannend beim Ochsenrennen in Haunshofen. Dann knallt der Startschuss und alles geht ganz schnell. Moderator Andreas Schwaiger brüllt heiser in sein Mikro: „Ein Kopf-An-Kopf-Rennen, nein, unglaublich, der ,Kraftprotz’ zieht vorne weg.“ Die Zuschauer in der Naturarena jubeln unter ihren Regenschirmen. Ganz vorne rast Ochse Moritz, der den Beinamen „Kraftprotz“ trägt. Sein Reiter Georg Steidl klammert sich am Bauchgurt fest, der Blick ist fest auf das Ziel gerichtet. „Mia san jetzt dro“, hat Steidl vor dem Rennen angekündigt – und tatsächlich: Moritz und Georg Steidl überqueren als Erste die Ziellinie. Der 23-Jährige reist die Arme hoch, die Familienehre ist gerettet.

Das Ochsenrennen von Haunshofen

Bilder vom Ochsenrennen in Haunshofen

Beim letzten Ochsenrennen vor vier Jahren haben die Steidls den Sieg knapp verpasst. Damals verlor Steidls Bruder im Photofinish gegen Matthias Steigenberger. Das ist jetzt – vier Jahre später – vergessen. Steidl strahlt. „Das fühlt sich sehr gut an“, sagt er und tätschelt Moritz auf den Rücken. „Du bekommst einen Kübel Kraftfutter“, verspricht Steidl (80 Kilogramm) seinem 650-Kilo-Ochsen. Der hat sich seine Belohnung redlich verdient. Ganz souverän ließ er den Zweitplatzierten „Nepomuk“ und dessen Reiter Florian Adam hinter sich.

16 Reiter hatten sich auf das Rennen vorbereitet. Rund 2000 Zuschauer trotzten dem Sauwetter. Die ganz Harten standen sogar in Dirndl und Lederhosen an der Rennstrecke – und sahen „Kraftprotz“ beim Siegen zu.

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