Die Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (v.li.) und die Münchner Stadtdekanin Barbara Kittelberger in der Penzberger Moschee, hier mit Nermina und Benjamin Idriz und Gönül Yerli. Foto: wos

Regionalbischöfin besucht Penzberger Moschee

Penzberg - Kurz nach der Bundesjustizministerin hatte die Penzberger Moschee am Mittwoch noch einmal hohen Besuch erhalten: die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.

Die Theologin war am Mittwochnachmittag auf Einladung der islamischen Gemeinde nach Penzberg gekommen. Begleitet wurde die Oberkirchenrätin von der Stadtdekanin in München, Barbara Kittelberger. Die Landeskirche "begrüßt Ihre offene und einladende Art" und werde Imam Benjamin Idriz bei der Planung des Zentrums für Islam in Europa (ZIEM) unterstützen, erklärte die Regionalbischöfin. Die Landeskirche hält nach den Worten der Theologin eine Ausbildung der Imame an Hochschulen für am sinnvollsten. So lange dies aber nicht gelinge, werde die Landeskirche das ZIEM unterstützen. "Wir werden uns da auch nicht irre machen lassen", fügte sie mit Blick auf die Anschuldigungen gegen die islamische Gemeinde Penzberg im Verfassungsschutzbericht an. Zum Auftreten der Pax-Europa-Gruppe am vergangenen Karfreitag in Penzberg sagte sie, diese Organisation verfolge nicht die Ziele der Integration, "sondern sie will Feindseligkeit streuen". Man stabilisiere die Werte des Christentums nicht durch Abgrenzung, sagte Susanne Breit-Keßler. Abgrenzung sei eine Position der Schwäche.

Vergangene Woche erst war Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zu Gast bei der islamischen Gemeinde in Penzberg. Sie stärkte damals der Gemeinde den Rücken und sicherte politische Unterstützung zu.

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