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Rückendeckung für Penzberger Muslime

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Zum christlich-islamischen Dialog treffen sich am Montagabend Christen und Muslime – als Antwort auf das Urteil; links die Pfarrer Klaus Pfaller und Josef Kirchensteiner sowie Imam Benjamin Idriz. Foto: wos
Zum christlich-islamischen Dialog treffen sich am Montagabend Christen und Muslime – als Antwort auf das Urteil; links die Pfarrer Klaus Pfaller und Josef Kirchensteiner sowie Imam Benjamin Idriz. Foto: wos

Penzberg - Zum christlich-islamischen Dialog haben sich am Montagabend rund 60 Penzberger getroffen - als Reaktion auf das Urteil gegen die islamische Gemeinde.

Keine großen Hoffnungen setzt die islamische Gemeinde Penzberg in den weiteren Rechtsweg gegen die Erwähnung im bayerischen Verfassungsschutzbericht. Der Vorsitzende befürchtet, dass die Gemeinde „am Ende zermürbt ist“. Dennoch will sie den Klageweg vorerst fortsetzen. Eine andere Möglichkeit wäre eine Petition an den für den Verfassungsschutz zuständigen Landtagsausschuss. Dies hatte ein Redner beim Dialogtreffen vorgeschlagen. Favorisiert wird die „politische Schiene“. Laut Yerli will die islamische Gemeinde noch stärker die Politiker in die Pflicht zu nehmen. Namhafte Politiker und Kirchenvertreter hätten sich bereit erklärt mitzuwirken. Anfang Juli erwartet die islamische Gemeinde einen weiteren hohen Besucher: den evangelischen Landesbischof Johannes Friedrich. Erst im März war Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in der Penzberger Moschee zu Gast gewesen.

Die Runde kam am Montagabend überein, dass aus dem Treffen ein interreligiöses Forum werden soll, in dem man immer wieder zusammenkommt. Die zweieinhalbstündige Diskussion, in der evangelische Pfarrer, der katholische Pfarrer und der Imam für Respekt und Toleranz geworben hatten, war durchaus auch kontrovers verlaufen. Zugleich hatte die islamische Gemeinde viel Rückendeckung erhalten.

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