Vorsichtig fahren und Abstand halten mussten die Autofahrer auf den Straßen im Landkreis. Wegen Schneeverwehungen ging am gestrigen Vormittag – wie hier zwischen Weilheim und Polling – alles ein wenig langsamer. foto: gierig

Schnee und Wind bremsen Pendler aus

Weilheim - Schneebedeckte Straßen, Verwehungen und Eisglätte – am gestrigen Donnerstag hatte der Winter den Landkreis Weilheim-Schongau erneut fest im Griff.

Bei Bus, Bahn und im Straßenverkehr kam es im morgendlichen Pendlerverkehr und auch noch am Vormittag zu erheblichen Verzögerungen. „Zwar gab es bisher keine Ausfälle, die Busse fuhren allerdings mit Verspätungen bis zu einer Stunde“, erklärte Personaldisponent Andreas Huber von der RVO-Niederlassung Weilheim auf Nachfrage. Chaotisch waren die Verhältnisse auch im Zugverkehr. Weil Gleise zugeschneit waren, kam es besonders in den frühen Morgenstunden und am Vormittag zu Weichenstörungen. Die Folge waren Zugausfälle und Verspätungen von mehr als einer Stunde.

Unmut herrschte bei den Fahrgästen vor allem wegen der unzureichenden Information durch das Bahnpersonal. „Es ist typisch Bahn, dass man erst nach einer Wartezeit von 25 Minuten erfährt, auf welchem Gleis der nächste Zug fährt oder ob er ganz ausfällt“, schimpfte zum Beispiel Franz Paul aus München, der jeden Tag nach Weilheim pendelt. Irina Schackov sollte eigentlich um 11 Uhr ein Weilheimer Bekleidungsgeschäft aufsperren. „Daraus wird aber wohl nix. Wäre ja nicht das erste Mal“, so die junge Frau resigniert. Ratlos am Weilheimer Bahnhof stand Peter von Andrae, der nach Seefeld fahren musste: „Wir wissen überhaupt nicht wann und wie es jetzt weitergeht“.

Von 4 Uhr früh an waren die Streu- und Räumfahrzeuge laut Albert Zach von der Straßenmeisterei Weilheim im ganzen Landkreis im Dauereinsatz. „Besonders die Schneeverwehungen haben es den Autofahrern schwer gemacht. Wir durften uns bisher kaum eine Pause gönnen, weil es so zugeht“, sagte Zach am Vormittag. Wie die Polizeiinspektion Weilheim berichtete, ist es trotz schlechter Straßenverhältnisse zu keinen größeren Unfällen gekommen. (sak)

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