Schnell wieder raus aus den roten Zahlen

Antdorf - Erstmals seit Jahrzehnten ist Antdorf in die roten Zahlen gerutscht - aber nur für kurze Zeit. Das hieß es am Sonntagabend in der Bürgerversammlung

Der Kindergarten wird zum Sorgenkind, weil immer jüngere Kinder angemeldet werden. Der Bau der Mehrzweckhalle ist etwas umstritten. Das Breitbandkabel ist ein heißes Eisen, und bei der Dorferneuerung kommt sich der Bürgermeister vor wie ein Wanderprediger, um Mitstreiter zu gewinnen: Eine Menge interessanter Themen hatte Bürgermeister Paul Frech in der Bürgerversammlung den Antdorfern zu bieten. Und die kamen in ungewohnt großer Zahl.

Neben den Daten zu Haushalt und der Entwicklung der Gemeinde riss Frech brisante Themen an. So war Ende vergangenen Jahres für die Antdorfer einige Wochen lang die Welt nicht mehr so ganz in Ordnung: Seit Jahrzehnten als schuldenfreie Gemeinde bekannt, rutschten die Finanzen plötzlich in die roten Zahlen, weil eingeplante Zuschüsse für den Kanalbau vom Freistaat nicht zeitig zugewiesen wurden. Die Gemeinde musste einen Kredit von 57.000 Euro aufnehmen und 8500 Euro Zinsen zahlen, um diese Finanzierungslücke beim Kanalbau zu überbrücken.

Doch die Zeit der roten Zahlen ist vorbei: Wie Frech am Sonntagabend im Schützenheim verkündete, war zwei Tage zuvor ein Zuschuss des Freistaates in Höhe von 650 000 Euro bei den Antdorfern angekommen. Damit summiert sich der bisherige Förderbetrag für den Ortskanal auf 1,864 Millionen. Eine weitere Rate wird noch erwartet. Die Gemeinde schulterte 1,9 Millionen Euro. Der Rest des gesamten Projektes mit einem Volumen von 5,8 Millionen errechnet sich aus Beiträgen. Auch der Blick auf die Gemeindefinanzen stimmt Bürgermeister Frech zuversichtlich: Das Rücklagenpolster wächst wieder.

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