arbeitsmarkt im oktober

„Schwächeren eine Chance geben“

Landkreis - Mehr Arbeitslose als im Vorjahr und noch immer 56 Jugendliche ohne Ausbildungsstelle. Das sind zwei wesentliche Punkte aus dem Monatsbericht der Agentur für Arbeit.

 Mit 2,9 Prozent lag die Quote in den fünf Landkreisen Fürstenfeldbruck, Starnberg, Landsberg, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau höher als im Oktober 2015 (2,7 Prozent) – das hat seinen Grund laut Monatsbericht auch darin, dass Flüchtlinge sich verstärkt um Arbeit bemühten, es sind 1200 Ausländer mehr registriert als vor einem Jahr. „Hier gilt es, die Aufnahmefähigkeit und Stabilität des heimischen Arbeitsmarktes zu nutzen, um Chancen für alle arbeitslosen Menschen zu sichern“, sagt Monika Lex, Geschäftsführerin „operativ“ bei der Agentur für Arbeit.

577 offene Lehrstellen stehen den offiziell 56 Jugendlichen gegenüber, die noch auf der Suche sind, Allerdings dürfte die Dunkelziffer der Jugendlichen, die zum September keine Ausbildung begonnen haben, weit höher liegen. Wie hoch in etwa konnte Lex nicht sagen. Sie bittet Unternehmen, auch „vermeintlich schwächeren Schülern“ eine Chance zu geben. Auch dafür gebe es die „Assistierte Ausbildung“, während der die Auszubildenden und der Arbeitgeber über die gesamte Lehrzeit begleitet und unterstützt werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind in der Region über 500 junge Menschen unter 25 Jahren mehr arbeitslos gemeldet.

Weilheim-Schongau steht mit einer offiziellen Quote von 2,6 Prozent bei den Arbeitslosen am besten unter den fünf Landkreisen da, Schlusslicht ist erneut Garmisch-Partenkirchen (3,3 %). Auffällig ist zudem, dass die Schere bei den arbeitslosen Männern und Frauen immer weit zu Ungunsten des vermeintlich starken Geschlechts auseinanderklafft. 5771 arbeitslose Männer stehen 4584 arbeitslos gemeldete Frauen gegenüber.

Bei den offenen Stellen ist eine deutliche Zunahme gegenüber dem vergangenen Jahr zu verzeichnen, so die Agentur in ihrem Bericht.

Johannes Thoma

Rubriklistenbild: © dpa

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