"Schwarzer Peter wird herumgereicht"

Weilheim - Vorwürfe gegen das Staatliche Bauamt wurden laut, als der Gemeinderat Pähl die aktuelle Entwicklung in Sachen Umfahrung diskutierte.

Das Thema war kurzfristig in die Tagesordnung gesetzt worden, weil das Projekt auf der Kippe stehe, wie Bürgermeister Klaus Pfeiffer erklärte. Hintergrund war ein Betretungsverbot, das betroffene Grundeigentümer ausgesprochen hatten. Sie verweigern dem Bauamt die Erlaubnis, Bohrungen für den Baugrund sowie im Anschluss Bau vorbereitende Aufschüttungen durchzuführen.

"Wir haben immer das getan, was das Bauamt wollte", stets habe unter Zeitdruck entschieden werden müssen, beklagte Gemeinderat Kaspar Spiel. "Und dann haben wir nichts mehr gehört." In der aktuellen Diskussion "wird der Schwarze Peter herumgereicht", das Bauamt selbst sei nie schuld, ergänzte Johann Weber. Dabei habe die Behörde mündliche Versprechungen schon einmal gebrochen.

Streitpunkt ist aktuell nicht die Umgehundsstraße generell, sondern die Gestaltung der Anbindung. „Wir wollen eine vernünftige Lösung“, sagt Werner Grünbauer als einer der Betroffenen auf Nachfrage. Der vom Bauamt geplante so genannte Rechtsversatz sei „brandgefährlich und nicht praktikabel“. Gegen diesen Punkt haben Grundeigentümer geklagt (wir berichteten), sie wollen einen Kreisverkehr. So lange darüber nicht entschieden ist, wollen sie auf ihren Flächen weder Bohrungen noch Bau vorbereitende Schüttungen zulassen. Das Bauamt hat mittlerweile zwar einen Duldungsbescheid vorgelegt, die Betroffenen lehnen dennoch weiter ab. Und das, obwohl das Bauamt laut Grünbauer bereits damit gedroht habe, Zwang auszuüben. Pähler Gemeinderäte wollen nun versuchen, in direkten Gesprächen mit den Betroffenen eine für alle akzeptable Lösung zu finden.

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