Unbewohnt ist das Haus in der Lichtenau, in dem das Feuer wütete. Foto: FFW weilheim

Schwierige Löscharbeiten

Wielenbach - Wasser musste mit langen Schläuchen und Güllefässern zu fremdem Wohnhaus transportiert werden

Als schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten am Sonntag in der Lichtenau, wo gegen 14.25 Uhr ein Wohnhaus an der Egerlandstraße in unmittelbarere Nähe der geplanten Geothermie-Baustelle in Brand geraten war (wir berichteten). Das Löschwasser musste über Schlauchleitungen herangeschafft werden, zudem war das Haus vom Einsturz bedroht. „Glücklicherweise war das Haus aktuell nicht bewohnt“, so Stefan Herbst, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Weilheim, die wie mit den Wehren Wessobrunn, Haid, Forst und Wielenbach alarmiert worden war. Insgesamt waren 96 Feuerwehrleute im Einsatz. Als sie ankamen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl und den Fenstern. Herbst: „Ein Innenangriff mit Atemschutz war nicht mehr möglich“, die Einsturzgefahr sei zu groß gewesen.

Wegen der schwierigen Löschwasserversorgung mussten mehrere hundert Meter lange Schlauchleitungen verlegt werden. Zudem wurde ein Pendelverkehr mit Güllefässer eingerichtet. Das Feuer war nach etwa 45 Minuten gelöscht, da immer wieder Glutnester aufflackerten, konnte die Weilheimer Wehr erst gegen 19.30 Uhr abziehen, die Wielenbacher übernahm die Brandwache.

Der Schaden liegt bei rund 200 000 Euro. Die Brandursache ließ sich laut Polizeipräsidium Rosenheim noch nicht eingrenzen. Von Brandstiftung bis technischem Defekt sei alles möglich.

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