Oderdinger Solar-Unternehmen

„SES 21“ stellt Insolvenzantrag

Oderding - Das Oderdinger Solar-Unternehmen „SES 21“ hat beim Amtsgericht Weilheim einen Insolvenzantrag gestellt.

Die Verunsicherung der Verbraucher durch unterschiedliche politische Aussagen, wie es mit der Förderung regenerativen Stroms weitergeht, und die chinesische Billigkonkurrenz sowie die weltweite Überproduktion sind nach Ansicht von Ingo Martin, dem Vorstand des Unternehmens, verantwortlich für die Probleme. Dies habe dazu geführt, dass die 1999 gegründete „SES 21 AG“ (solar energy solutions) wegen „drohender Zahlungsunfähigkeit“ Insolvenz beantragen musste. Der Münchener Rechtsanwalt Mirko Möller wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Betrieb laufe derzeit normal weiter, Ende September werde über den Insolvenzantrag entschieden.

Die verbliebenen zwölf Mitarbeiter in Oderding - in Hochzeiten waren es über 40 - erhalten voraussichtlich noch bis September Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit. Bis dahin hofft Martin auf einen „soliden, finanzkräftigen Investor“, der das Unternehmen weiterführen will. Dass dies nicht einfach sei, dessen sei er sich bewusst, so Martin. Sollte dies nicht gelingen, ist er zuversichtlich, dass die „hochqualifizierten Mitarbeiter“ woanders unterkommen werden.

Vor drei Jahren war diese Entwicklung noch überhaupt nicht absehbar: „SES 21“, Großhändler für Solaranlagen und Stromspeichersysteme, hatte 2010 einen Jahresumsatz von 80 Millionen Euro und Tochterunternehmen in den USA und Tschechien mit insgesamt über 70 Mitarbeitern. Der Jahresumsatz 2012 betrug 13 Millionen Euro, die Tochterfirmen gibt es nicht mehr. jt

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Kommentare