Pferden, Hühner und auch ein Esel gehören zu den tierischen Begleitern von Dr. Hanna Rheinz. Foto: gro

Starkes Trio für den Tierschutz

Weilheim - In Weilheim arbeitet der Verein „Trialog 4 Animals“, der die Zusammenarbeit von Juden, Christen und Muslimen anstrebt - den Tieren zuliebe.

Den Tierschutz wieder ins Bewusstsein der Menschen bringen möchte Dr. Hanna Rheinz aus Weilheim. Vor zwei Jahren hat sie den europaweiten Verein „Trialog 4 Animals zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Tierschutzes und Tierrechtes“ (Triani) gegründet. Der Verein und die jüdische Tierschutzinitiative in Weilheim werden seit Mai vom Zentralrat der Juden in Deutschland offiziell als Einrichtung im Bereich „Jüdische Bildung“ geführt. Als Dr. Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, zur Enthüllung des Gedenksteins für die Weilheimer Juden am städtischen Friedhof sprach, nannte sie den Verein eine „kleine jüdische Oase“, die es zu unterstützen gelte.

Ziel sei es, tierschutzbezogene Dialoge zwischen den drei abrahamitischen Religionen, Judentum, Christentum und Islam, anzuregen. Unter anderem gehöre die artgerechte Haltung von Nutztieren und die Förderung schonender Schlachtverfahren zu den Aufgaben.

Im Weilheimer Schießstattweg hat Rheinz einen kleinen Hof gefunden, den sie aufwendig renoviert hat. Zwei Pferde, ein Esel, sechs Hennen, sechs Katzen, ein Hund und drei Igel haben dort ihr Zuhause. „Ich würde mich freuen, wenn die Leute ,Triani’ mit Neugierde und Interesse begegnen würden“, sagt Rheinz. Bislang orientierten sie sich eher an dem großen und altbewährten Projekten wie Gut Aiderbichl“. Doch gerade in der Zusammenarbeit der Glaubensrichtungen könne im Tierschutz viel erreicht werden. Infos unter www.trialog4animals.eu, www.tierimjudentum.de und unter der Telefonnummer 0881/9275951

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