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Stefan Dettl eröffnet in Oberhausen den "Sommer der Liebe"

Oberhausen - Wenn es den Begriff „Rampensau“ noch nicht gäbe, für Stefan Dettl müsste man ihn erfinden. Am Freitagabend begeisterte der Sänger und Trompeter beim Stroblwirt in Oberhausen.

Stellte Dettl den Saal vor drei Jahren mit seiner Blas- und Basskapelle LaBrassBanda auf den Kopf, so kam er diesmal mit seinem „Rockstar“-Projekt (so der Titel der Debüt-CD 2011), das der BrassBanda in Leidenschaft und Lautstärke nicht nachsteht. Auch hier singt Dettl bairisch, auch hier mischt er so frech wie stilsicher alles, was Groove hat und Spaß macht. Satten Soul der 70er (samt fetten Bläsersätzen) und simplen Hardrock à la AC/DC, zu Herzen gehende Melodien und fröhlich-brachialen Ska-Punk.

Live hat bei „Heavy Dettl“ (wie eine Nummer tatsächlich heißt) nur am Rande mit dem radiotauglichen Klang der Konserve zu tun. Deshalb stört den Musiker, der von einer „neuen bayerischen Hippie-Bewegung“ träumt, auch nicht, dass er das bereits groß angekündigte, nun aber auf Juni verschobene neue Album an diesem Abend nicht verkaufen kann. Überhaupt gibt es gar keine Dettl-Devotionalien zu kaufen, stattdessen empfiehlt Dettl heiß und innig die Produkte seiner jungen Vorband „First Class Ticket“.

Stefan Dettl fühlt sich wohl als Förderer von Menschen, die mit Liebe zur Sache gehen. So sei auch der Titel der neuen CD zu verstehen: „Summer of Love“. Es gehe darum, das, was man tut, mit Liebe zu tun, erklärt der 31-Jährige den englischen Titel inmitten bayerischer Texte. Deshalb verstehe er auch nicht, dass sich viele mit wackligen Möbelgigantenregalen herumärgern, während eines vom Schreiner doch zehnmal so lange halte - oder Wurst im Supermarkt kaufen, wenn es nebenan einen Metzger gibt, bei dem man weiß, was er verwurstet.

Auch Dettl verwurstet bei diesem großartigen Konzert beste Zutaten, mit Seele und mit Liebe. Dazu gehört, dass es keine Hemmschwellen, keine Distanz zwischen ihm und den begeisterten Fans gibt. Mit dem letzten Ton der Zugabe steht der Sänger nach über zwei Stunden Powerprogramm ganz selbstverständlich mitten im Saal - eben nicht „Rockstar“, sondern höchst nahbarer (neuerdings auch noch blondgelockter) Frauenschwarm, der zugleich unkomplizierter Kumpel der dazugehörigen Partner ist.

Magnus Reitinger

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