Zu den Sternen entführten der Musikverein Polling und die Akrobatikgruppe „Fortissima“ die Besucher in Polling – trotz manch’ bangen Blicks zum Himmel. foto: preller

Trotz Regens atemberaubend

Polling - Musikverein und Akrobatikgruppe „Fortissima“ brillieren im Kloster - bis der Regen kam:

Es war ein außergewöhnlicher Samstagabend vor einer außergewöhnlichen Kulisse. Im Innenhof des Bibliotheksaales eröffnete die Bläsergruppe des Musikvereins Polling unter der Leitung von Bernd Schuster mit der „Universal-Fanfare“ den Abend.

Für die Jubiläumsserenade anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehens hatte sich der Musikverein die Show- und Akrobatikgruppe „Fortissima“ ins Boot geholt, die im Juni ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Die Moderation des Abends übernahm Hausherr Michael Jarnach, der mit einem Zitat des griechischen Philosophen Seneca begann. „Nur durch Mühsal gelangt man zu den Sternen“, und mit einem bangen Blick zum Himmel wünschten sich die Akteure und vielen Besucher nichts sehnlicher, dass dieser Weg auch trocken bleiben möge. Den Anfang machte der Musikverein mit dem Marsch “Mit festem Schritt“, passend zur Show der Gruppe „Fortissima“. Auf zwei Bühnen zeigten die Mädchen im Alter von neun bis 22 Jahren ihr Programm. Mancher Besucher hielt dabei den Atem an. In Polling vereinten sich zur Filmmusik wie „A little Opening“ „Fantasy and Movies“ oder „Zorro“ Musikalität, Harmonie und Körperbeherrschung, wie Jarnach treffend bemerkte. Begeistert waren die Serenaden-Besucher nicht nur von „Fortissima“, auch der Musikverein ließ es sich nicht nehmen, mit bekannten Stücken wie „Arrival“ von Abba oder den „Zirkus-Renz-Galopp“ zu brillieren. Hier war Andreas Nudlbichler am Xylofon der Star. Der Weg zu den Sternen wurde allerdings immer beschwerlicher. Beim letzten Stück „Lord of the Dance“ machte das Wetter nicht mehr mit. Es begann heftig zu regnen, viele Besucher verließen fluchtartig den Innenhof. Die Musiker spielten tapfer weiter und die Gruppe „Fortissima“ zeigte trotz Regens und Wind noch einmal Akrobatik der Spitzenklasse. Hätte der Regen den Abend nicht so abrupt enden lassen, wäre bestimmt noch so mancher Euro-Schein in die Körbchen gewandert. Die Spenden und ein Teil der Eintrittsgelder gehen an die Hochwasseropfer.

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