über landkreis hinaus

Verbund aus vier Kliniken soll entstehen

Die Krankenhaus GmbH streckt ihre Fühler über die Landkreisgrenzen hinaus aus. Ziel ist ein Klinik-Verbund mit den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Landsberg. Vier Häuser mit 940 Betten kämen zusammen, und zwar in den Bereichen „Medizin“ und „Verwaltung“.

Landkreis – Eine lose Zusammenarbeit pflegt die Krankenhaus GmbH seit einiger Zeit mit der Kinderstation des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. Der nun geplante Klinik-Verbund zwischen den beiden kommunalen Krankenhäusern in Weilheim und Schongau (insgesamt 340 Betten) sowie den Kreiskliniken Landsberg (221) und Fürstenfeldbruck (380) soll weit darüber hinausgehen. Wie eng die Zusammenarbeit sein könnte, sollen die Klinikgeschäftsführer sowie die Ärztlichen Direktoren erarbeiten, so Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Den Auftrag für ein Konzept haben Aufsichtsrat und Kreistag erteilt.

Das Zauberwort heißt Kompetenzzentren. Vorstellbar sei, so Jochner-Weiß, dass die Krankenhäuser Weilheim und Schongau von der Abteilung „Kinder- und Jugendmedizin“ des Klinikums Landsberg profitieren. So könnte ein Team aus Landsberg einen Tag in Weilheim arbeiten. Jochner-Weiß betont aber, dass der Verbund-Prozess ganz am Anfang stehe, sowohl Zeitpunkt als auch Rechtsform seien völlig offen.

Mit diesem Zusammenschluss wollen Jochner-Weiß, und ihre Kollegen Thomas Karmasin (Fürstenfeldbruck) und Thomas Eichinger (Landsberg) die Zukunft der Kliniken in kommunaler Hand und damit die flächendeckende Versorgung sicherstellen. Allein könnten kleine Häuser nicht überleben, da die Politik die Mindestanforderungen immer höher nach oben schraube, um die Zahl der Kliniken – und so die Gesundheitskosten – zu verringern. Sowohl die Kliniken in Weilheim und Schongau als auch die in Landsberg schreiben rote Zahlen.

So rechne sich eine Geburtenabteilung mit unter 800 Geburten im Jahr nicht, Weilheim und Schongau hatten 2016 zusammen 767, die vier Häuser des potenziellen Klinik-Verbundes kämen auf 2100, so Jochner-Weiß. Wichtig sei der Verbund auch im Bereich der Verwaltung, im Einkaufswesen, bei Wirtschafts- und Versorgungseinrichtungen. Und nicht zuletzt gegenüber den Krankenkassen, so Jochner-Weiß.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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