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Einkaufen mit Gutschein: Rudolf Aigner (67, aus Weilheim) ist Stammkunde in Christa Kriesmairs (58) Möbelgeschäft. Er bekam zu Weihnachten Gutscheine von Familie und Freunden geschenkt. Davon kaufen er und seine Frau sich Lampen, Bilder oder Möbel. 

Landkreis

Lieber ein Gutschein als ein falsches Geschenk

Auch wenn das Wetter alles andere als weihnachtlich war, lief das Weihnachtsgeschäft im Landkreis gut. Besonders gefragt waren allerlei Gutscheine.

Reiner Lampka, Geschäftsführer des Penzberger „Mode- und Trendhauses Lampka“, ist sehr zufrieden: „Das diesjährige Weihnachtsgeschäft ist sehr gut gelaufen“, erzählte er auf Nachfrage der Heimatzeitung. Gut verkauft hätten sich verschiedene modische Geschenkartikel, wie etwa Pullover und Hemden für die Herren. „Aber auch Gutscheine sind ein Schwerpunkt“, weiß Lampka. Diese würden insbesondere an den Tagen zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag eingelöst. „Die Schottentage vom 7. bis 9. Januar bilden dann den Startschuss für den Winterschlussverkauf“, sagt der Geschäftsführer.

Florian Instinsky, Inhaber des gleichnamigen Weilheimer Weinladens, kann ebenfalls eine positive Bilanz ziehen: „Wir sind sehr zufrieden, obwohl das Weihnachtsgeschäft witterungsbedingt relativ spät losging.“ Die Kunden kauften vor allem kräftige, vollmundige Weine, aber auch Champagner und Crémant. „Besonders gut kam unser Wein-Abo an“, berichtet Instinsky. Dabei werden dem Kunden jeden Monat drei Flaschen Wein zusammengestellt, mit dabei sind passende kulinarische Tipps.

Auch Peter Wiedemann, Inhaber der „Parfümerie Wiedemann“, setzt auf persönliche und individuelle Kundenbetreuung: „Wir bieten Service und Beratung durch freundliche Mitarbeiter, aber auch liebevolle Geschenkverpackungen“, sagt er. Wiedemann ist daher auch trotz Konkurrenz durch den Onlinehandel sehr zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. Insbesondere Düfte klassischer Marken waren beliebt: „Parfüms wie Chanel, Dior oder Hermès“, erzählt er, „aber auch medial unterstützte Neuheiten.“ Außerdem wurden viele Gutscheine verkauft, die auch nach Weihnachten eine gute Kundenfrequenz garantieren sollen.

„Das Weihnachtsgeschäft lief bei uns nicht sehr erfreulich“, sagt dagegen Alois Paschen, Geschäftsleiter des Peißenberger „Sporthauses Paschen“. Paschen vermutet, dass das milde Wetter für den niedrigen Umsatz verantwortlich ist. Gut verkauft hätten sich bisher Fitnessbekleidung, Freizeitjacken für Herren und leichte Wander- und Outdoorschuhe. „Keine klassische Winterkleidung also“, berichtet er. Auch wenn nicht das verkauft worden sei, was er eingekauft hatte, gibt er sich zufrieden. „Wirtschaftlich gesehen, hat es für uns gereicht“, sagt Paschen.

-Regina Mittermeier-

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