Groß und klein machen sich gemeinsam dafür stark, dass Oderding im Dorf-Wettbewerb punktet. foto: gronau

"Unser Dorf hat Zukunft": Oderding will im Wettbwerb punkten

Oderding - Alte Obstbäume, traditionelle Hausnamen und ein Dorfgemeinschaftshaus - Oderding hat einiges zu bieten, womit es nun beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden" punkten willl.

Vor vielen Jahren haben sie es schon einmal versucht und sind gescheitert. Die Oderdinger wollten beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ mitmachen. Doch das Dorf fiel durchs Raster, weil seine Straßen zu breit waren. Heute hat der Dorfwettbewerb andere Kriterien und ein anderes Motto - und die Oderdinger wagen es noch einmal: Sie haben sich bei „Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden“ angemeldet.

Die Idee dazu kam von Heike Grosser, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Weilheim. „Sie fand, Oderding würde sich gut für den Wettbewerb eignen“, erzählt Ulrike Seeling, Mitglied des Pollinger Gemeinderates und als Oderdingerin Mitinitiatorin der Teilnahme. Grosser habe sich an sie, Martin Pape, zweiter Bürgermeister von Polling und Oderdinger, und Irma Frühschütz, Vorsitzende des Oderdinger Gartenbauvereins, mit ihrem Vorschlag gewandt.

Inzwischen haben sich die Drei durch die Formalien des Wettbewerbs gearbeitet und wissen, worauf es ankommt. Längst wird nämlich nicht mehr nur der schönste Blumenschmuck am Bauernhof prämiert, sondern es geht um viel mehr: Eine Jury bewertet in den Kategorien „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiative“, „Soziale und kulturelle Aktivitäten“, „Baugestaltung und -entwicklung“ , „Grüngestaltung und -entwicklung“ und „Lage und Umgebung des Dorfes“.

„Beim Thema „Soziales“ werden wir punkten“, sagt Ulrike Seeling. In Oderding ist nämlich einiges geboten. Die 508 Einwohner engagieren sich zum Beispiel im Bürgerverein. In zwei Gasthäusern und im Dorfgemeinschaftshaus kommt man zusammen. 1975 wurde dieses größtenteils in Eigenleistung von den Bürgern gebaut, sagt Martin Pape. Dort trifft sich der Schützenverein, der Kirchenchor probt, die Jugend hat einen eigenen Raum, ein Saal mit Bühne steht zur Verfügung. Außerdem gibt es jedes Jahr ein Dorffest. Diese Aktivität ist etwas Besonderes, sagt Pape: „Trotz der Eingemeindung nach Polling konnte Oderding die Eigenständigkeit der Vereine beibehalten.“ Und auch die Kirchengemeinde in Oderding ist fest verwurzelt.

All’ diese Pluspunkte sollen nun in Arbeitsgemeinschaften herausgearbeitet werden. „Wir wollen alle mitnehmen und keinem etwas überstülpen“, sagt Seeling. Das ganze Dorf soll eingebunden werden, auch die Neubürger. Denn zu präsentieren gibt es neben dem sozialen Leben genug: Die gewachsene Struktur des Dorfes mit Mehrfamilienhäusern, die mitten im Ort statt an den Rändern entstehen, das geplante Baugebiet „Ammerfeld“, traditionelle Hausnamen, die immer noch benutzt werden, teilweise zugewachsene Fußwege, die jetzt reaktiviert werden sollen, ein alter Baumbestand, die Natur wie im Oderdinger Lichtfilz und nicht zuletzt die wirtschaftliche Kraft Oderdings, die sich in über 30 Unternehmen ausdrückt.

Bis Mitte September haben die Oderdinger Zeit, das Dorf ins beste Licht zu rücken. Dann kommt die Wettbewerbskommission. Überzeugt Oderding, geht es weiter in den Bezirksentscheid. „Jetzt geht es aber erst einmal darum, zu schauen, was da ist“, so Seeling. Und darum, ein Motto für die Teilnahme am Wettbewerb zu finden. „Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden“ ist den Initiatoren nämlich zu sperrig.

Wer mitmachen will beim Projekt "Dorfwettbewerb", kommt am Dienstag, 23. April 2013, um 20 Uhr zur Infoveranstaltung ins Gasthaus Liedl „Neuwirt“.

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