Das Radom ist nur eins der Wahrzeichen des Landkreises Weilheim-Schongau.

Erster Entwurf ist durchgefallen

Vergebliche Suche nach Landkreis-Slogan

Landkreis - Der Landkreis ist weiter auf der Suche nach einem „Standort-Profil“ – einem Slogan und einem Logo. Ein erster Spruch ist durchgefallen.

45 000 Euro hat sich der Landkreis die über dreijährige Suche nach einem Slogan bislang kosten lassen, beauftragt war Professor Klaus Kellner, Privatdozent für „Profilorientiertes Regionalmarketing“ an der Universität Augsburg und Experte in Sachen „Regional-Management“. Dessen Vorschlag indes „hat die Bombe nicht so richtig zünden lassen“, wie die Wirtschaftsförderin des Landkreises, Justina Eibl, bei der öffentlichen Sitzung des Kreisausschusses sagte. Kellner habe zahlreiche Interviews mit Firmenvertretern und Bürgern aus dem Landkreis geführt und dann einen Slogan entwickelt – welcher, wurde bei der Sitzung nicht gesagt.

Wie im Nachhinein zu erfahren war, soll es sich um den Spruch „Weilheim-Schongau – modern in Oberbayern“ gehandelt haben. Der sei in dem 13-köpfigen Gremium weitgehend auf Ablehnung gestoßen – hauptsächlich wegen der Missverständlichkeit beim geschriebenen Wort „modern“. Das lasse sich als Adjektiv „modern“ im Sinne von „zeitgemäß“ lesen, aber auch als Verb „modern“ im Sinne von „Moder ansetzen“. Auch die abgewandelte Form „Weilheim-Schongau – modernes Oberbayern“ fiel durch.

Ausschussmitglied Peter Ostenrieder (CSU, Birkland), selbst von Beruf Designer, meinte – ohne den Spruch zu erwähnen: „Das Schlimmste wäre ein falsche Aussage“.

Eibl wies darauf hin, dass die Vertreter der Wirtschaft bei ihr darauf gedrängt hätten, dass die Suche nach einem Standort-Profil fortgesetzt werde. „Das Schlechteste wäre, wenn wir auf absehbare Zeit gar keine Entscheidung treffen würden.“ Ausschussmitglied Manuela Vanni (ÖDP/Unabhängige) schlug darauf hin vor, dass sich Vertreter des Wirtschaftsbeirates und des Kreisausschusses wiederum nichtöffentlich zusammensetzen sollten, um sich über einen neuen Slogan Gedanken zu machen. Danach erst solle ein Logo entwickelt werden. Das stieß weitgehend auf Zustimmung.

Ziel eines Standort-Profils ist in erster Linie, den Landkreis als Marke, vor allem bei der Wirtschaft, bekannter zu machen, um so etwa Betriebsansiedlungen zu ermöglichen. Weilheim-Schongau ist überregional weit weniger bekannt als der südliche Raum München mit Starnberg oder der Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Johannes Thoma

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