Tragischer Frontalunfall auf der Ortsumfahrung fordert zweites Todesopfer

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Nach Feuer in Notre-Dame

Kreisbrandrat im Interview: „Brandschutz in Kirchen ist unterschiedlich“

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Nach dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame erklärt Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta, wie es um den Brandschutz in den Kirchen im Landkreis steht. 

Landkreis – So bekannt wie die Pariser Kathedrale Notre-Dame, in der das verheerendes Feuer wütete, sind die Gotteshäuser im Landkreis nicht ganz. Doch im Falle eines Brandes wären auch hier Jahrhunderte alte Bauten und wertvolle sakrale Objekte in Gefahr. Der oberste Feuerwehrmann im Landkreis, Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta, spricht über Brandschutzübungen in Kirchen – und erklärt, warum ihm die Bilder aus Frankreich nahe gehen.

Herr Sobotta, wie sind die Kirchen im Landkreis brandschutztechnisch ausgestattet?

Der Brandschutz ist unterschiedlich. Teilweise haben die Kirchen Brandmeldeanlagen. Doch die Regel ist das nicht. Am besten ausgestattet in der Region ist sicherlich die Wieskirche bei Steingaden – sie ist ja auch UNESCO-Weltkulturerbe. Dort gibt es nicht nur eine Brandmeldeanlage, sondern auch eine spezielle Vernebelungslöschanlage. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Löschanlage ist der Druck dort so hoch, dass keine Tropfen herauskommen, sondern Wassernebel versprüht wird. So soll möglichst wenig Wasserschaden verursacht werden.

Nehmen Sie das Feuer in Notre-Dame als Anlass, um nun verstärkt Brandschutzübungen in Kirchen durchzuführen?

Es ist nicht die Arbeitsweise der Feuerwehr, nach einem bestimmten Ereignis vermehrt zu üben. Heute brennt es in einer Kirche, morgen in einem Krankenhaus oder in einem Altenheim. Für müssen generell immer auf alles vorbereitet sein.

Das heißt, die Feuerwehren sind generell auf einen Kirchenbrand vorbereitet?

In der Wieskirche haben wir beispielsweise eine größere Übung nach der Installation der Löschanlage durchgeführt. Sollten jetzt nach dem Feuer in Notre-Dame besorgte Kirchenpfleger aus der Region auf uns zukommen, werden wir uns die Situationen vor Ort auch noch einmal anschauen und eventuell neue Brandschutzübungen ansetzen. Problematisch sind vor allem die Höhen der Kirchen. Die Drehleitern der Feuerwehren reichen oft nicht bis ganz nach oben.

Macht es Sie als Kreisbrandrat besonders betroffen, die Bilder aus Paris zu sehen?

Ich habe die Berichterstattung verfolgt und mitgelitten. Notre-Dame ist tatsächlich meine Lieblingskirche – ich habe sie mehrmals besucht. Der Brand ist schon wirklich eine Katastrophe.

Interview: Marion Neumann

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Rubriklistenbild: © dpa / Marcel Kusch

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