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Nach der Ansage von BR-Moderator Georg Ried (Mitte) gaben „D’Aubachtaler“ in Straubing alles. 

„Wir waren Sieger der Herzen“

„D’Aubachtaler“ beim Vorentscheid des „Grand Prix der Blasmusik“

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Blasmusik machen „D’Aubachtaler“ schon seit über drei Jahrzehnten. Vor einem Auftritt waren die Musiker, von denen sechs aus dem Landkreis kommen, jedoch trotzdem ziemlich nervös. 

Landkreis – Einen ganz besonderen Auftritt hatten „D’Aubachtaler“ aus Hechendorf (Landkreis Starnberg) am vergangenen Sonntag. Beim Gäubodenfest in Straubing spielte die vor über drei Jahrzehnten gegründete Blaskapelle beim regionalen Vorentscheid des „Grand Prix der Blasmusik“. Wochenlang hatten sich die 19 Musiker, von denen sechs aus dem Landkreis Weilheim-Schongau stammen, dafür intensiv vorbereitet.

„Wir hatten für den Auftritt wirklich wahnsinnig viel geprobt“, erklärt Gründungsmitglied Alexander von Dehn, „so viel wie noch nie.“ Im Festzelt bei über 30 Grad gaben die Musiker neben bekannten Stücken auch zwei neugeschriebene Kompositionen zum Besten: „Drunt im Aubachtal“ von Thomas Greiner aus Huglfing sowie das Stück „Unendliche Liebe“ von von Matthias Rauch von den „Innsbruck Böhmischen“.

Diese beiden Stücke waren eine besondere Herausforderung für „D’Aubachtaler“

Wie von Dehn erklärt, waren diese Stücke eine besondere Herausforderung. „Als wir ,Drunt im Aubachtal’ bei der Probe zum ersten Mal gespielt haben, hat es sich total komisch angehört. Es hat mehrere Wochen gedauert, bis wir das Stück verinnerlicht hatten. Musik muss man auch leben“, sagt er.

Obwohl gerade die Neukompositionen bei der Jury gut ankamen, konnten sich die Musikanten – drei Frauen und 15 Männer sowie Dirigent Johann Kalteis aus Bauerbach – letztendlich nicht für das Finale in Kempten am 3. November qualifizieren. Sieger der regionalen Ausscheidung wurde die Kapelle „Granit Dur Böhmische“ aus Österreich. „Wir waren die Sieger der Herzen und haben eine tolle Bühnenshow abgeliefert“, sagt von Dehn, „alle haben zu uns gesagt, dass wir nur gewinnen können.“

„Grand Prix der Blasmusik“-Vorentscheid: Auftritt vor rund 2000 Gästen und der Jury

Rund 2000 Gäste waren zu dem Entscheid gekommen, um die drei teilnehmenden Kapellen – neben den „Aubachtalern“ und der Gruppe „Granit Dur Böhmische“ trat „Blech & Co.“ aus Schwaben an – zu hören. „Wir sind mit zwei Fanbussen von Eberfing und Hechendorf aus gestartet“, so von Dehn.

Was letztendlich zum Sieg gefehlt hat, kann der Musiker selbst nicht genau sagen. „Vielleicht war es dann doch ein wenig die Professionalität“, sagt er, „bei der Gewinner-Kapelle haben überwiegend studierte Musiklehrer gespielt. In unserer Gruppe macht niemand hauptberuflich Musik.“

Obwohl es beim Vorentscheid nicht fürs Weiterkommen gereicht hat, ist von Dehn trotzdem zufrieden. Der etwa 45-minütige Auftritt war für „D’Aubachtaler“, die bereits eine eigene CD mit dem Titel „Des san mia“ herausgebracht haben, ein unvergessliches Erlebnis. „Allein, dass wir dabei waren, war schon der Wahnsinn“, sagt er.

Nächstes Projekt bereits in Planung: Gibt es bald eine zweite CD?

Jetzt machen sich die Musiker bereits über ihr nächstes Projekt Gedanken. „Wir überlegen, vielleicht im Frühjahr nächsten Jahres eine zweite CD mit den beiden neu komponierten Stücken aufzunehmen“, sagt von Dehn, „durch den Grand Prix haben wir soviel geprobt – jetzt wollen wir am Ball bleiben.“

nema

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