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Bildschirm statt Buch: Immer mehr Schulen setzen auf Tablets als Unterrichtsmittel.

Wird es für Schulen Apple-Geräte geben?

IT-Konzept für Schulen auf der Zielgeraden: Landkreis hat Vorbildrolle

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Seit Monaten beschäftigen sich Kreis- und Schulausschuss sowie eine  Arbeitsgruppe mit der Erstellung eines IT-Konzepts. Nun biegt das Projekt auf die Zielgerade ein.

Landkreis – Die Ausschreibungen sind lange raus, am 1. September soll es soweit sein – dann werden drei private IT-Dienstleister den technischen Support für die Schulen in Kreisträgerschaft übernehmen. Jeweils eine Firma wird dann für die Schulen im Raum Weilheim, Penzberg und Schongau zuständig sein, bei Fragen und technischen Schwierigkeiten bereit stehen und Hilfe leisten. Das erklärte die Projektverantwortliche Kathrin Horn jetzt den Mitgliedern des Kreis- und des Schulausschusses auf deren gemeinsamer Sitzung.

Ab Anfang September beginnt eine Test- und Übergangsphase bei der Umsetzung des neuen IT-Konzepts. Die Aufgaben dabei sind klar verteilt: Die IT-Abteilung des Landratsamtes ist für die Infrastruktur der Netze in den einzelnen Schulen verantwortlich. Das heißt, sie kümmert sich unter anderem um einen möglichst schnellen Breitbandanschluss der Schulen und darum, dass das Internet-Signal überall dahin kommt, wo es gebraucht wird. Den eigentlichen Support übernehmen wie eingangs erwähnt die drei Dienstleisterfirmen, über deren Beauftragung demnächst der Kreisausschuss entscheiden wird. Sie stehen telefonisch bereit, wenn irgendetwas im laufenden Betrieb nicht funktioniert, ein Rechner beispielsweise partout nicht starten will. „Wir haben Bieter für alle drei Standorte“, verkündete Horn.

Hardware Ausstattung an Schulen: Die Ausschreibung läuft

Derzeit läuft bereits die nächste Ausschreibung: Nun sind Angebote für eine einheitliche Hardware-Ausstattung der Schulen gefragt. Das hat mehrere Vorteile. Ein Beispiel: In jedem Schulsekretariat steht ein Rechner.

Derzeit sind das meist unterschiedliche Geräte. Kauft man nun aber für alle Sekretariate den gleichen Rechner, wird das am Ende nicht nur günstiger. Im Falle, dass doch einmal etwas kaputt geht, muss man auch nur für einen Gerätetyp Ersatzteile bereithalten. Dabei wurde darauf geachtet, bei der Ausschreibung die Vergaberichtlinien zu beachten. „In der Ausschreibung werden Sie beispielsweise das Wort ,iPad’ nicht finden“, sagte Kreiskämmerer Norbert Merk.

IT-Konzept im Landkreis: Apple-Geräte für Schulen?

Natürlich würden sich viele Schulen natürlich explizit die Ausstattung mit den Apple-Geräten wünschen, „aber wir schreiben markenunabhängig aus“.

Kreisrat Robert Stöhr (CSU/Schongau) äußerte Kritik: „Ich habe als Lehrer schon seit drei Jahren kein Stück Kreide mehr angefasst und setze auf moderne Technik. Aber ich finde, dass man, wenn man kein Apple-Gerät erwirbt, die gleiche Leistung für die Hälfte des Geldes bekommen kann.“

Dass sich der Landkreis bei der Ausschreibung der Hardware an die Vergaberegeln hält, sei ein großer Vorteil, führte Kreiskämmerer Merk weiter aus und antwortete damit auf eine Frage von Karl-Heinz Grehl (Grüne/Weilheim). Der stellte die Sinnhaftigkeit des Ganzen in Frage, weil der Freistaat seiner Meinung nach alle Gelder für Schul-IT gesperrt habe.

Mehr zum Thema: Debatte im Kreisausschuss: Um das IT-Konzept für Schulen gab es lange Diskussionen. 

Landrätin Andrea Jochner-Weiß: Landkreis werde um IT-Konzept beneidet werden

Merk entgegnete, das sei so nicht richtig. In diesem Jahr bekämen aber nur diejenigen Zuschüsse vom Land, die sich an die Vergaberichtlinien halten – also auch der Landkreis Weilheim-Schongau.

Der werde für sein IT-Konzept in den benachbarten Landkreisen beneidet, setzte Landrätin Andrea Jochner-Weiß hinzu. Denn hier wie dort sind die Schulen aufgefordert, ein medienpädagogisches Konzept zu erstellen und ihren Bedarf an Technik zu nennen. Während sich die Schulen im Landkreis Weilheim-Schongau schon an den im IT-Konzept verankerten Rahmenbedingungen orientieren können und man eng zusammenarbeite, „haben andere Landkreise ausufernde Listen mit völlig unterschiedlichen Anforderungen und wissen nun nicht, wie sie das alles beschaffen sollen“, so Jochner/Weiß weiter. Man sei auf gutem Weg.

Kämmerer Merk räumte allerdings auch ein, dass unklar ist, ob und in welcher Höhe künftig mit Zuschüssen der Regierung gerechnet werden kann: „Der Bedarf an neuer Technik wird aber jedes Jahr vorhanden sein.“

set

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