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Wer kann im März zum Landrat gewählt werden? Die Kandidaten werden nach der Sommerpause gekürt.

Weitere Nominierungen nach der Sommerpause

Kommunalwahl 2020: Wer will Landrat werden? Erste Kandidaten stehen fest

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Am 15. März 2020 wird bei der Kommunalwahl auch der Kreistag gewählt. Die große Frage: Wer will Landrat werden? Die Amtsinhaberin tritt sicher an. 

Landkreis – Das Thema ist Verschlusssache. Die meisten Beteiligten halten sich bedeckt. Im März kommenden Jahres sind Kommunalwahlen – die Parteien und Gruppierungen warten aber noch mit ihren Nominierungen für den Kreistag. Im Herbst sollen die Listen beschlossen werden. „Das reicht.“, sagt Susann Enders, Kreischefin der Freien Wähler. „Es eilt ja nicht.“ Dann erst wird die spannendste Frage geklärt sein: Wer wirft seinen Hut in den Ring, um Landrat zu werden?

Bei Platzhirsch CSU läuft alles auf die amtierende Landrätin hinaus: Andrea Jochner-Weiß hatte sich 2014 in der Stichwahl mit 68 Prozent gegen Amtsinhaber Friedrich Zeller (SPD) durchgesetzt. Man sei „glücklich und stolz“, dass Jochner-Weiß „bereit ist, wieder als unsere Kandidatin anzutreten“, teilt Kreischef Alexander Dobrindt mit. „Andere Bewerber gibt es nicht.“ Die Partei bereitet sich intensiv auf die März-Wahl vor, ist zu hören. Bereits 2018 gab es eine Klausur. Am vergangenen Wochenende beschäftigte sich die CSU bei einer Tagung mit der Kreistagsliste. Diese soll im Herbst aufgestellt werden, dann steht die Nominierung von Jochner-Weiß an.

Kommunalwahl 2020: Stellen Grüne und SPD Landrats-Kandidaten?

Die Grünen schwimmen derzeit auf einer Erfolgswelle. Für 25. Oktober ist gemäß Kreissprecher Manuel Neulinger eine Versammlung für die Kreisliste angesetzt. Die Partei stellt sicher wieder einen Landrats-Kandidat auf. Neulinger: „Das ist geplant.“ Nominiert wird dieser am 16. September bei der Mitgliederversammlung in Penzberg. Wie 2014 wird sich der Weilheimer und Vize-Landrat Karl-Heinz Gehl bewerben. „Damit rechnen wir alle“, betont Neulinger. Grehl bestätigt: So in seine Partei aufstelle, „würde ich gern als Landratskandidaten antreten“. Für den Kreistag „kandidiere ich natürlich dann auch“.

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Bei der SPD erhofft sich Kreisvorsitzender Dominik Streit ein besseres Abschneiden als bei der EU-Wahl. Für Herbst sei die Delegiertenversammlung auf Kreisebene terminiert. Dann wird ein eigener Bewerber für den Chefsessel in der Kreisbehörde gekürt. „Diesen Anspruch haben wir“, sagt Streit selbstbewusst. Wer es 2020 versuchen soll, verrät der Weilheimer nicht. „Wir sind in der Klärungsphase.“ Ob er selbst antritt? „Kein Kommentar.“

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Nominierungsversammlung der Freien Wähler nach der Sommerpause

Die Freien Wähler treten auf lokaler Ebene erstmals in der bayerischen Regierungsverantwortung an. Die Weilheimerin Susann Enders ist Kreisvorsitzende, Landtagsabgeordnete und seit Mai FW-Generalsekretärin im Freistaat. Nach der Sommerpause, wohl Ende September, soll es die Nominierungsversammlung geben. Enders macht deutlich, dass man sich was vorgenommen hat: „Wir werden Bürgermeister- und auch einen Landratskandidaten stellen.“ Enders selbst will weder für das eine noch das andere antreten – jedoch erneut für Stadt- und Kreistag. Sie begründet den Verzicht mit ihrem Engagement in der Landespolitik.

Auch die Bürger für den Landkreis denken an einen eigenen Kandidaten. „Das ist der Plan“, sagt BfL-Vorsitzender Franz Seidel. Allerdings sei „noch nichts entschieden“, schränkt der Peitinger ein. „Wir sind am Sortieren.“ In der Regel macht die Gruppierung ihre Aufstellungsversammlung im November. Ob der 2014er-Kandidat Wolfgang Taffertshofer sich erneut zur Verfügung stellt, ist unklar. „Es ist noch nichts entschieden“, sagt dieser.

Gleiche Antwort bei der ÖDP. Die Partei sonnt sich im erfolgreichen Bienen-Volksbegehren. Antreten wolle man sicher, sagt Kreisvorsitzende Agnes Edenhofer. Einen Landrats-Kandidaten dementiert sie nicht: „Wir überlegen“, sagt die Oberhausenerin. „Es ist aber noch nichts endgültig beschlossen.“ Im Herbst soll die Versammlung über die Bühne gehen.

Tritt die AfD bei der Kommunalwahl an? Das sagt  Kreisvorsitzender Rüdiger Imgart

Die FDP will laut Kreischef Klaus Breil mit einer eigenen Liste antreten. „Die Kandidatenfrage haben wir noch nicht entschieden“, so der Bernrieder. „Das wird auch noch eine Weile dauern, da wir einen kräftigen Mitgliederzuwachs haben, was erheblichen Gesprächsbedarf nach sich zieht.“ Termin für die Nominierung soll nach den Sommerferien sein.

Ob die AfD bei der Kommunalwahl antritt, will Kreisvorsitzender Rüdiger Imgart noch nicht verbindlich erklären. Persönlich hält der Weilheimer eine Beteiligung bei Gemeinden, Städten und auf Kreisebene für geboten. Auch offene Listenverbindungen seien möglich. Sollte die Partei antreten, „werde ich diese selbstverständlich in den Kommunalwahlkampf führen und erforderlichenfalls auch für den Kreistag und/oder das Amt des Landrats kandidieren“. Die Aufstellung wird wohl im frühen Herbst stattfinden.

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