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Wieder geöffnet nach der Kälte-Pause: Verkäuferin Monika Kistner bietet die roten Köstlichkeiten am Weilheimer Erdbeer-Stand von „Obstbauer Kraus“ an.

Auch Selbstpflückerplantage im Landkreis

Erdbeer-Saison im Landkreis kann starten

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Endlich passt das Wetter. Die Erdbeer-Saison steht im Landkreis vor der Tür. Die Nachfrage nach den vitaminreichen Früchten steigt. Standbetreiber und Plantagenbesitzer freuen sich darüber.

Landkreis – Heike Grosser ist zuversichtlich. „Es spricht nichts dagegen“, sagt die Kreisfachberaterin für Gartenbau und Landschaftspflege über die anstehende Erdbeerernte im Landkreis – die wohl gut ausfallen werde. Ende Mai gehe es zwischen Lech und Loisach los. Bis Ende Juli würde in der Regel je nach Sorte die hiesige Saison dauern, manche Felder seien noch im August offen. Ihren Optimismus bezieht Grosser aus der Tatsache, dass es während der Blütezeit „kaum Nachtfrost, gerade um Weilheim herum“, gegeben habe. Auch, wenn die Früchte angesichts nasser und kühler Witterung „ein bisschen Pause bei der Bestäubung gemacht haben“.

Erdbeeren sind ein Renner, obwohl der Landkreis kein klassisches Anbaugebiet ist. Dafür passen eigentlich die Bedingungen nicht so gut. „Wir haben einen relativ schweren Boden“, sagt Grosser mit Blick auf den häufig vorkommenden Lehm. „Außerdem haben wir relativ viel Regen“ – was die Fäulnis der Früchte verstärkt. Erdbeeren „wollen schon einen Humus- Boden haben“, hört man von der Expertin des Landratsamts – sprich, nicht zu sandig, mit wenig Lehm und Kalk. Dazu natürlich noch genug Trockenheit und viel Sonne.

Leichteres Sammeln: „Man braucht sich nicht mehr zu bücken“

Trotzdem ist Grosser optimistisch, was die Ernte betrifft. Das ist auch Hans Sonner, Chef des gleichnamigen Königsdorfer Erdbeeren-Anbieters. Der Obstbaubetrieb aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat heuer wieder eine Selbstpflückerplantage bei Weilheim, an der Straße in Richtung Peißenberg. Der nächste Standort ist in Spatzenhausen.

Sonner spricht von einem steigenden Interesse an den kleinen roten Früchten. „Die Leute nehmen das unvorstellbar gut an.“ Sonner hat den Service ausgebaut: Auf seinem Feld gibt es extra Dämme, vergleichbar mit einem Spargelfeld – was das Pflücken erleichtere. „Man braucht sich nicht mehr zu bücken.“

Auch in Gessertshausen bei „Obstbauer Kraus“ blickt man zuversichtlich auf die Saison. Chef Josef Kraus ist mit seinen charakteristischen Verkaufsständen „seit mindestens 20 Jahren schon“ im Landkreis vertreten. Er spricht von „rund acht“ Standorten zwischen Schongau und Weilheim.

Zwischendurch war es zum Verkauf zu kalt

Der Verkauf läuft bereits. „Die Leute warten schon.“ Kraus hatte eigens in Anzeigen Verkäufer für die Zeit von „circa Ende April bis Ende Juli“ gesucht. Seine Felder hat der Obstbauer im Augsburger Raum. „Die Bestände schauen gut aus.“ Zweimal täglich werden die Stände mit frischer Ware versorgt. Allerdings hatte Kraus zwischendurch Pause machen müssen. Es war einfach zu kalt, nichts wuchs mehr nach, obwohl die Felder mit Flies abgedeckt sind. „Erdbeeren sind extrem wetterabhängig“, sagt der Landwirt.

Für Kraus ist es ein gutes Geschäft mit der heimischen Produktion. „Das Interesse ist riesig. Die Leute wollen Erdbeeren aus der Region.“ Auch Kreisfachberaterin Heike Grosser steht auf die schmackhaften Früchte. Sie baut diese im eigenen Garten an. Bei ihren Rundgängen greift sie immer wieder gern zu. „Es hat den Charakter eines Naschobstes“, schmunzelt Grosser. Und gesund sind Erdbeeren auch noch. „Sie haben viel Vitamin C.“

ab

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