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Zahl der Einbrüche nimmt zu

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Weilheim-Schongau - Sie kommen nachts oder in der Ferienzeit und hinterlassen neben dem materiellen Schaden auch Narben auf der Seele: Einbrecher.

Die Erholung war schlagartig vorbei, als das Weilheimer Ehepaar aus dem Urlaub nach Hause kam. Während seiner Abwesenheit war in die Doppelhaushälfte eingebrochen worden. Unbemerkt von den Nachbarn hatten die Täter die Terrassentüre aufgehebelt, alle Zimmer durchwühlt und Schmuck im Wert von annähernd 10000 Euro gestohlen.

Dieser Fall Ende Januar war im Bereich der Polizeiinspektion Weilheim einer der ersten Einbrüche in diesem Jahr. War die Zahl der Einbrüche in der Region in den vergangenen Jahren rückläufig, steigt sie seit heuer wieder an. Bis Ende Mai gab es elf Einbrüche - 2012 waren es insgesamt 14 Einbrüche und Einbruchsversuche. Die Polizei Penzberg verzeichnete 2012 neun Wohnungseinbrüche, heuer bislang zwei. Hinzu kommen noch einige dreiste Fälle: In Iffeldorf schlichen sich Unbekannte durch nicht versperrte Türen ins Haus, während die Besitzer nur wenige Meter entfernt auf der Terrasse saßen.

Laut dem Leiter der Polizeiinspektion Weilheim, Sandro Heymig, häufen sich die Einbrüche zum einen während der Wintermonate, wenn Täter die frühe Dunkelheit nutzen und auch schon mal zuschlagen, bevor die Hausbesitzer von der Arbeit nach Hause kommen. Zum anderen sind Ferien beliebte Tatzeiten, wenn Häuser und Wohnungen leer stehen. In der Regel haben es die Täter auf Bargeld, Schmuck, Laptops, Notebooks und Smartphones abgesehen - „alles, was sich schnell versilbern lässt“, so Heimig. Mal vermutet die Polizei Einzeltäter, mal regelrechte Banden. So wie 2011, als es in Weilheim in einem Straßenzug sechs Einbrüche gab - immer zur gleichen Zeit in den frühen Morgenstunden.

Neben dem materiellen Schaden und dem Verlust unwiderbringlicher Gegenstände wie geerbten Wertsachen tragen die Opfer nicht selten psychische Schäden davon. mb

(In der Printausgabe lesen Sie noch ein Interview mit einer Betroffenen)

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