Wehrhaft: die klagenden Fischer Johann Bäck (l.) und Lorenz Lidl. Foto: Jaksch

Wenig Aussicht auf Erfolg

Bernried - Zwei Fischer aus Unterzeismering klagen dagegen, dass Niederschlagswasser vom geplanten Geothermiekraftwerk in Bernried in den Rötelbach eingeleitet werden.

Die Berufsfischer Johann Bäck und Lorenz Lidl aus Unterzeismering bangen um ihren Fischbestand im so genannten Karpfenwinkel im Starnberger See. Während der Zeit, in der das geplante Geothermie-Kraftwerk gebaut wird, wollen die Betreiber nämlich das Niederschlagswasser in den Rötelbach einleiten, der im Bereich des Karpfenwinkels in den Starnberger See fließt. Ein entsprechender Bescheid wurde vom Landratsamt Weilheim-Schongau bereits erteilt. Dagegen legten die Fischer Klage ein, die gestern vor dem Verwaltungsgericht München verhandelt wurde. Die Richter äußerten zunächst Zweifel an der Klagebefugnis der beiden Fischer. Zum einen handele es sich nur um eine beschränkte Erlaubnis, zum anderen müsse man sich nach der Grenze fragen. „Überall wird doch gefischt“, sagte der Vorsitzende Richter. Vorrangig ging es um die mögliche Wasserverschmutzung im Zusammenhang mit dem geplanten Kraftwerk. Dort soll es einen Rasenstein-Parkplatz (für vier Autos) geben, auf dem das Wasser bei starkem Regen schlecht versickert. Es soll deshalb in einem Becken aufgefangen und dann in den Rötelbach eingeleitet werden. Das Wasserwirtschaftsamt Weilheim hatte nach einem Ortstermin und Hochrechnung der Regen-Wassermengen keine Bedenken um den Fischbestand. Auch ein Sachverständiger hielt die Einleitungsmenge für erträglich. Das Gericht gab daraufhin der Klage wenig Hoffnung auf Erfolg. Das Urteil soll heute gesprochen werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

72-Stunden-Aktion: Jugendliche packen an, wo Hilfe gebraucht wird
„Deutschlands größter Sozialaktion“ findet von Donnerstag bis Sonntag auch im Landkreis statt: Über 350 Aktive der katholischen Jugend helfen in Kindergärten, …
72-Stunden-Aktion: Jugendliche packen an, wo Hilfe gebraucht wird
Aktionsgruppe gegründet: Bürger machen gegen 5G-Netz mobil
Im Landkreis machen Bürger Front gegen die neue Mobilfunk-Technologie 5G. Sie haben eine Aktionsgruppe gegründet. Die Initiative geht jetzt an die Öffentlichkeit.
Aktionsgruppe gegründet: Bürger machen gegen 5G-Netz mobil
Vier Aktionstage rund ums Thema „Garten“
21 Gärten gehören zum Netzwerk „Gartenwinkel-Pfaffenwinkel“, sowohl private als auch Lehrgärten, Parkanlagen und Gärtnereien. Ihr Ziel: Gartenkultur erlebbar machen. 
Vier Aktionstage rund ums Thema „Garten“

Kommentare