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Mittlerweile haben sich die Autofahrer an die winterlichen Straßenverhältnisse gewöhnt.

Landkreis

Winter hat Bahn- und Straßenverkehr fest im Griff

Landkreis – Inzwischen hat er sich eingerichtet, der Winter, der zum Jahresbeginn dann doch Einzug gehalten hat. Was Kinder und Freunden der kältesten Jahreszeit große Freude bereitet, sorgt im Straßen- und Schienenverkehr immer wieder für Ärger.

Am späten Montagnachmittag ist am Bahnübergang in Bichl (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) im dichten Schneetreiben ein Auto aufs Gleis gerutscht. Nach Mitteilung von Bahnsprecher Franz Lindemair kam es deswegen auch auf der Werdenfelsstrecke zu Verspätungen im Zugverkehr. Auch sonst gehe die Witterung nicht spurlos am Bahnverkehr vorbei.

In der vergangenen Woche sei ein Schienenschneepflug auf der Werdenfelsstrecke im Einsatz gewesen, um die Bahngleise frei zu räumen. Immer wieder mussten Mitarbeiter der Bahn mit Hacke und Schaufel ausrücken, um von Zügen herabfallende Eisklumpen klein zu hacken. Wenn die Eisklumpen ausgerechnet auf Weichen fallen würden, könnten diese trotz einer starken Weichenheizung oft mehrere Stunden nicht verstellt werden. „In dieser Zeit kann es zu Verspätungen kommen“, so Lindemair.

Aber auch, wenn es nicht solche Zwischenfälle gibt, die Züge der Werdenfelsbahn wiesen derzeit vermehrt Schäden auf, so der Sprecher. Ein Defekt bei einer Hubanlage in der Zugwerkstatt habe dafür gesorgt, dass dort ein Wartungsrückstand entstanden sei. „DB Regio“ lasse deswegen zusätzliche Züge mit Doppelstockwagen auf der Werdenfelsstrecke fahren.

Dafür, dass der Verkehr auf den Straßen im Altlandkreis Weilheim auch bei Schnee fließen kann, sorgt die Straßenmeisterei Weilheim. Wie der Sachgebietsleiter für den Straßenbetriebsdienst Walter Lehner nachgerechnet hat, wurden in diesem Winter bis zum Jahresanfang rund 3500 Tonnen Streusalz ausgebracht, und seitdem 12 000 Tonnen. „Das war in den vergangenen 14 Tagen fast drei Mal so viel wie im ganzen Dezember“, sagt Lehner. Er geht dennoch davon aus, dass der Salzvorrat noch bis zum Ende des Winters reichen wird. 10 000 Tonnen seien noch in den Lagern, 10 000 Tonnen könnten nachbeordert werden. Vier Fahrzeuge der Straßenmeisterei und fünf beauftragte Unternehmer fahren in zwei Schichten den Altlandkreis ab. Dennoch bildeten sich immer wieder Autoschlangen wegen Schneeglätte.

Die Unfallzahlen der vergangenen Tage zeigen, dass sich die meisten Auto- und Lastwagenfahrer auf die Straßenverhältnisse eingestellt haben. Michael Mayr von der Polizeiinspektion Weilheim sagt: „Es läuft einigermaßen vernünftig ab.“

Kathrin Hauser

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